Pallade Veneta - Erste Runde der Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk ohne Ergebnis

Erste Runde der Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk ohne Ergebnis


Erste Runde der Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk ohne Ergebnis
Erste Runde der Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk ohne Ergebnis / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk ist die erste Runde ohne Ergebnis geblieben. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) erklärte am Dienstag in Frankfurt am Main, die Arbeitgeber zeigten "keinerlei Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten". Die Arbeitgeberseite kritisierte die Forderung der Gewerkschaft als "Mischung aus Maßlosigkeit und Realitätsverweigerung".

Textgröße ändern:

Die IG BAU fordert drei Euro mehr pro Stunde für die bundesweit rund 700.000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk. Der Mindestlohn der Branche soll so von derzeit 13,50 Euro auf 16,50 Euro steigen. Ihn bekommen laut Gewerkschaft 500.000 Beschäftigte, vor allem Frauen.

Der Mindestlohn für Glas- und Fassadenreiniger soll von 16,70 Euro auf 19,70 Euro steigen. Zudem forderte die Gewerkschaft ein 13. Monatsgehalt für Gewerkschaftsmitglieder. Der Tarifvertrag soll nach ihrem Wunsch eine Laufzeit von einem Jahr haben. Er würde 2025 in Kraft treten.

Die Arbeitgeberseite, der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV), erklärte, die Anhebung auf 16,50 Euro pro Stunde bedeute eine Lohnerhöhung um mehr als 22 Prozent. Bei einem 13. Monatsgehalt summiere sich die geforderte Lohnsteigerung auf mehr als 30 Prozent. Das sei eine "völlig überzogene Vision" der IG BAU. Der BIV verwies auf den "wirtschaftlich schwierigen Kontext" seiner Mitgliedsunternehmen.

Der nächste Verhandlungstermin soll im September stattfinden.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

2030 fast zwölf Euro pro Schachtel: Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer

Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Das Parlamentsplenum stimmte am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Durch sie soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 um fast vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich dadurch in den kommenden Jahren Steuermehreinnahmen von zusammengerechnet fast zwölf Milliarden Euro.

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Textgröße ändern: