Pallade Veneta - Boeing-Chef sieht "Fortschritte" bei Sicherheitskultur des Flugzeugbauers

Boeing-Chef sieht "Fortschritte" bei Sicherheitskultur des Flugzeugbauers


Boeing-Chef sieht "Fortschritte" bei Sicherheitskultur des Flugzeugbauers
Boeing-Chef sieht "Fortschritte" bei Sicherheitskultur des Flugzeugbauers / Foto: SAMUEL CORUM - AFP

Der Vorstandsvorsitzende des US-Flugzeugbauers Boeing, Dave Calhoun, hat vor dem Hintergrund mehrerer Sicherheitspannen Besserung gelobt. "Unsere Kultur ist noch lange nicht perfekt, aber wir ergreifen Maßnahmen und machen Fortschritte", sagte Calhoun am Dienstag bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des US-Senats. Der CEO entschuldigte sich zudem bei Angehörigen von Opfern der Abstürze von zwei 737-MAX-Maschinen mit insgesamt 346 Toten in den Jahren 2018 und 2019.

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Die Anhörung zu "Boeings kaputter Sicherheitskultur" folgt einer Sitzung des Senatsausschusses im April, in der ein ehemaliger Boeing-Ingenieur schwere Vorwürfe gegen den Konzern erhoben hatte. Demnach war er dafür bestraft worden, Sicherheitsbedenken über die Flugzeug-Typen 787 und 777 geäußert zu haben.

Zuletzt hatten mehrere technische Pannen bei Boeing-Maschinen für Verunsicherung gesorgt. Anfang des Jahres war bei einer Boeing 737 MAX 9 der Alaska Airlines während des Fluges ein Teil der Kabinenwand herausgebrochen. Das Flugzeug musste notlanden. Die Flugaufsichtsbehörde FAA ordnete in der Folge im Januar ein vorübergehendes Flugverbot für Maschinen der Bauart 737 MAX an. Betroffen waren 171 Flugzeuge.

Anfang März fiel bei einer Boeing 777 der United Airlines kurz nach dem Abflug von San Francisco ein Reifen ab. Im Mai kündigten neuseeländische Behörden eine Untersuchung an, nachdem mehrere Passagiere auf dem Flug einer Boeing 787 Dreamliner von Sydney nach Auckland bei heftigen Turbulenzen verletzt worden waren.

Im März kündigte Boeing den Rücktritt Calhouns zum Jahresende an.

Der Ausschussvorsitzende, US-Senator Richard Blumenthal, mahnte Boeing zu einer "Kurskorrektur", die mehr als nur den Austausch eines Managers beinhalten müsse.

Bei der Anhörung war auch eine kleine Gruppe Angehöriger anwesend, die bei den Boeing-Abstürzen 2018 und 2019 Familienmitglieder verloren haben. Sie hielten zu Beginn des Sitzung Bilder der Opfer in die Höhe. Das US-Justizministerium hatte im Mai erklärt, dass der Konzern wegen der Abstürze erneut strafrechtlich verfolgt werden könnte.

F.Dodaro--PV

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