Pallade Veneta - Auftragseingang am Bau im April zurückgegangen

Auftragseingang am Bau im April zurückgegangen


Auftragseingang am Bau im April zurückgegangen
Auftragseingang am Bau im April zurückgegangen / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

In der Krise am Bau ist kein Ende in Sicht: Im April gingen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes real um 1,5 Prozent im Vergleich zum März zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im Hochbau, wozu der Wohnungsbau gehört, betrug der Rückgang sogar 4,0 Prozent. Im Tiefbau stand unter dem Strich ein kleines Plus von 0,9 Prozent.

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Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es zwar 2,3 Prozent mehr Aufträge - der April 2024 hatte aber auch drei Arbeitstage mehr, wie die Statistiker hervorhoben. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erklärte, im Wohnungsbau stand - um die Arbeitstage bereinigt - ein Minus von 0,2 Prozent unter dem Strich. "Von einem Turnaround kann somit nicht gesprochen werden."

Die Entwicklung im Tiefbau lief deutlich besser, jedoch: "Angesichts der wegen Geldmangels teilweise schon erfolgten Aufhebungen von Ausschreibungen sowie der Streckung des Bauprogramms und der Etatkürzungen bei der Autobahn GmbH wird die ausgleichende Wirkung des Tiefbaus bald der Vergangenheit angehören", fürchtet Verbandshauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller.

Der Umsatz der Baufirmen stieg im April im Vorjahresvergleich real um 10,5 Prozent - doch auch hier waren die zusätzlichen Arbeitstage mitverantwortlich, wie Müller betonte. In den ersten vier Monaten des Jahres stagnierte der Umsatz. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe schrumpfte trotz Krise bislang nur gering - von April 2023 bis April 2024 waren es 0,2 Prozent, wie das Statistikamt mitteilte.

Der Bundesverband Freier Immobilien und Wohnungsunternehmen nahm die Zahlen zum Anlass für einen Rundumschlag: "Aus der Katastrophe mit Ansage ist ein Klagelied in Dauerschleife geworden, dem offenbar niemand zuhört", erklärte BFW-Präsident Dirk Salewski. Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) halte die Lage für stabil - "das Einzige, was stabil ist, ist der Niedergang". Die zuständigen Ministerien - Bau, Justiz und Wirtschaft - verharrten weiter im Klein-Klein.

"Bürger, Unternehmen, Fachkräfte - alle leiden oder werden noch darunter leiden. Jeder siebte Arbeitsplatz steht mit der Branche in Verbindung", erklärte Salewski. Die Immobilien- und Wohnungswirtschaft sei "eine enorme Stütze der Gesamtwirtschaft. Wieso sie dann nicht auch die Aufmerksamkeit und den Handlungsmut erhält, den sie verdient hätte, bleibt ein Rätsel."

D.Vanacore--PV

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