Pallade Veneta - Wegen negativer Rhetorik: AfD wählen macht unglücklich

Wegen negativer Rhetorik: AfD wählen macht unglücklich


Wegen negativer Rhetorik: AfD wählen macht unglücklich
Wegen negativer Rhetorik: AfD wählen macht unglücklich / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

AfD wählen macht einer Studie zufolge unglücklich. Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) ergab, kann die negative Rhetorik rechtspopulistischer Parteien wie der AfD die persönliche Lebenszufriedenheit verringern. Menschen, die sich der AfD zuwenden, erlebten eine Verschlechterung ihres Wohlbefindens, hieß es.

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Wer sich von der Partei wieder abwende, empfinde dagegen eine Verbesserung in seinem Wohlbefinden. Der Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und Unterstützung der AfD sei "eindeutig" und lasse sich nicht durch sozioökonomische Faktoren wie Einkommen oder Bildung erklären, erklärten die WZB-Ökonomin Maja Adena und ihr Kollege Steffen Huck.

Um herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und den Präferenzen für politische Parteien gibt, starteten die Forschenden über die Jahre 2019 bis 2021 in vier Wellen eine große Umfrage mit mehr als 5000 Teilnehmenden.

Dabei zeigte sich der Studie zufolge ein klares Muster. Menschen, welche die AfD unterstützen, sind unzufriedener mit ihrem persönlichen Leben und ihrer finanziellen Situation als die Unterstützer anderer Parteien. Dieser Zusammenhang sei besonders stark ausgeprägt bei neuen Anhängern der AfD. Diese nähmen sowohl ihre persönlichen als auch finanziellen Umstände als schlechter wahr.

Die Gründe für diesen Kausalzusammenhang vermuten die Forscher in der negativen Rhetorik der AfD. Wer sich der Partei zuwende, setze sich dieser Negativität stärker aus, und das schade dem Wohlbefinden.

Der Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und AfD-Unterstützung lässt sich der Studie zufolge sogar beziffern. Schätzungen der Autoren legen nahe, dass ein neuer Unterstützer der AfD ein zusätzliches Monatseinkommen von rund 2500 Euro bräuchte, um wieder das Niveaus seines Wohlbefinden von vor der Hinwendung zu der Partei zu erreichen.

Die Forscher empfehlen daher anderen Parteien, positive Themen zu betonen, anstatt sich auf die negativen Themen der AfD zu konzentrieren. "Die erfolgreiche Rückgewinnung von Wählern braucht andere, idealerweise positive Themen", erklärte Adena. Die Studie erschien in der Zeitschrift "Plos one".

M.Romero--PV

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