Pallade Veneta - Obstbauern erwarten eher schlechte Kirschenernte - starke regionale Unterschiede

Obstbauern erwarten eher schlechte Kirschenernte - starke regionale Unterschiede


Obstbauern erwarten eher schlechte Kirschenernte - starke regionale Unterschiede
Obstbauern erwarten eher schlechte Kirschenernte - starke regionale Unterschiede / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP

Die Obstbauern in Deutschland rechnen in diesem Sommer mit einer deutlich geringeren Kirschenernte als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Erwartet wird eine Gesamtmenge von Süß- und Sauerkirschen von 41.100 Tonnen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das wäre etwas mehr als im vergangenen Jahr (40.200 Tonnen), aber 13,2 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2023.

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Die Süßkirschenernte dürfte demnach mit 33.800 Tonnen nur leicht unterdurchschnittlich ausfallen. Verglichen mit dem schlechten Erntejahr 2023 wird ein 4,4 Prozent besserer Ertrag erwartet. Regional gibt es jedoch starke Unterschiede: Niedersachsen etwa blüht ein Einbruch um 32,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während Baden-Württemberg mit einem Anstieg um 55,7 Prozent rechnen kann.

"Durch Spätfröste während der Blütezeit und das regenreiche Frühjahr kam es teilweise zu erheblichen Schäden in den Obstanlagen bis hin zu Totalausfällen", erklärten die Statistiker. Besonders Baden-Württemberg als bedeutendstes Bundesland für den Süßkirschenanbau zieht mit seinen positiven Ernteerwartungen den Schnitt nach oben.

Die Sauerkirschenernte dürfte sehr niedrig ausfallen, Grund dafür ist aber auch ein Rückgang der Anbaufläche. "Verglichen mit dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (13.300 Tonnen) wird die diesjährige Sauerkirschenernte voraussichtlich um 44,8 Prozent geringer ausfallen", erklärte das Statistikamt. Mit 1500 Hektar ist die Anbaufläche 29,3 Prozent kleiner als 2014.

G.Riotto--PV

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