Pallade Veneta - Immer mehr Menschen erwägen Anschaffung von Elektroauto

Immer mehr Menschen erwägen Anschaffung von Elektroauto


Immer mehr Menschen erwägen Anschaffung von Elektroauto
Immer mehr Menschen erwägen Anschaffung von Elektroauto / Foto: David GANNON - AFP

Angesichts der hohen Spritpreise steigt offensichtlich die Bereitschaft der Autofahrerinnen und Autofahrer zum Kauf eines Elektrofahrzeugs. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Digitalverbands Bitkom wird in jedem achten Haushalt in Deutschland (zwölf Prozent) erwogen, sich einen E-Pkw anzuschaffen. Im Januar, also vor dem russischen Überfall auf die Ukraine, lag der Anteil demnach bei zehn Prozent.

Textgröße ändern:

Auf die Frage, ob die Überlegungen zur Anschaffung eines Elektroautos in Zusammenhang mit den gestiegenen Benzinpreisen stehen, antworten in der Befragung acht Prozent mit "Ja, voll und ganz". Bei 15 Prozent steht dies demnach teilweise in Zusammenhang, 71 Prozent gaben an, sie hätten diese Überlegung auch schon vor dem Krieg angestellt.

72 Prozent der Befragten sprachen sich laut Bitkom in der Umfrage für eine stärkere Förderung von Elektromobilität aus. Zudem wünschen sich demnach drei Viertel der Menschen in Deutschland (75 Prozent) eine stärkere Förderung von digitalen Angeboten für eine komfortablere und umweltfreundlichere Mobilität. Bitkom befragte nach eigenen Angaben von Mitte bis Ende März repräsentativ 1003 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren.

"Die hohen Preise an der Tankstelle sind für Verbraucherinnen und Verbraucher zur Belastung geworden", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Wir brauchen daher einen schnellen Ausbau der E-Mobilität, der Ladeinfrastruktur und der intermodalen und digitalen Mobilität insgesamt", forderte er. "Umweltfreundliche und smarte Fahrzeuge auf Straße und Schiene sowie digitale Plattformen, die alle Verkehrsmittel vernetzen, werden künftig eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie wir uns fortbewegen."

Deutschland wolle schon bald unabhängig von russischen Ölimporten sein und müsse perspektivisch ganz auf fossile Energien verzichten. "Das kann nicht gelingen, wenn weiterhin mehr als 40 Millionen konventionell betriebene Pkw über unsere Straßen rollen."

Unter Berufung auf Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hieß es, bis Anfang 2022 seien rund 618.500 rein elektrisch betriebene Autos in Deutschland zugelassen gewesen. Hinzu kämen 566.000 Plug-in-Hybride. Seither habe es noch einmal einen deutlichen Anstieg beider Zahlen gegeben.

Insgesamt waren demnach allerdings zum Jahresbeginn 43,3 Millionen Pkw auf private Halterinnen und Halter zugelassen. Die weit überwiegende Mehrheit der Deutschen ist also noch mit Benzin- oder Dieselmotor unterwegs.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Undercover-Ermittlungen in australischen Pubs: Oft zu wenig Bier im Glas

Australische Pub-Besucher zahlen häufig für mehr Bier, als sie tatsächlich serviert bekommen: Behördlich beauftragte Undercover-Ermittler stießen in fast jeder dritten Kneipe auf Verstöße. Wegen ungenauer Messgeräte, nicht zugelassener Gläser oder "Verschütten beim Einschenken" hätten Kunden häufig das Nachsehen.

Dänischer Energiekonzern Örsted trotzt Gegenwind aus USA

Der dänische Windenergiekonzern Örsted hat trotz großer Probleme in seinem wichtigsten Markt, den USA, im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht. Der Konzern verbuchte einen Nettogewinn von 3,16 Milliarden Kronen (424 Millionen Euro) nach nur 16 Millionen Kronen im Vorjahr, wie er am Freitag mitteilte. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 73,24 Milliarden Kronen.

Grüne wollen Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe gegen Haushalt 2025 organisieren

Die Grünen halten den Bundeshaushalt 2025 für verfassungswidrig und wollen einen Gang nach Karlsruhe organisieren. Die Bundesregierung habe "Milliarden Euro zweckentfremdet und damit gegen die Verfassung verstoßen", erklärte der Grünen-Finanzpolitiker Andreas Audretsch am Freitag. Seine Fraktion fühle sich von zwei in Auftrag gegebenen Gutachten bestätigt und wolle diese nutzen, um "gemeinsam mit der Zivilgesellschaft" Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe "auszuloten und voranzutreiben".

EU will Tiktok weniger suchtfördernd machen - Plattform weist Vorwürfe zurück

Vor dem Hintergrund der Debatte um die schädlichen Auswirkungen von Social Media auf Kinder und Jugendliche hat die EU die Videoplattform Tiktok aufgefordert, ihre "süchtig machende" Funktionsweise zu ändern. Erste Untersuchungsergebnisse zeigten, dass "Tiktok nicht ausreichend berücksichtigt, wie diese süchtig machenden Funktionen die körperliche und psychische Gesundheit seiner Nutzer" beeinträchtigen könne, erklärte die EU-Kommission am Freitag. Der chinesische Onlinedienst kündigte an, die "kategorisch falschen" Vorwürfe anfechten zu wollen.

Textgröße ändern: