Pallade Veneta - Arbeitslosenquote in den USA auf höchstem Stand seit Oktober 2021

Arbeitslosenquote in den USA auf höchstem Stand seit Oktober 2021


Arbeitslosenquote in den USA auf höchstem Stand seit Oktober 2021
Arbeitslosenquote in den USA auf höchstem Stand seit Oktober 2021 / Foto: Michael M. Santiago - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die Arbeitslosigkeit in den USA ist im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren gestiegen. Wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte, wurden unter dem Strich nur 114.000 neue Stellen geschaffen, die Arbeitslosenquote wuchs damit im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Dies ist die höchste Quote seit Oktober 2021.

Textgröße ändern:

Laut der Website "MarketWatch" hatten Analysten mit 185.000 neuen Jobs und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent gerechnet. Im Juni waren 179.000 neue Stellen geschaffen worden, die ursprünglich veröffentlichte Zahl von 206.000 neuen Stellen wurde nach unten revidiert.

Die wirtschaftliche Lage spielt im Wahlkampf für die US-Präsidentschaftswahl im November eine wichtige Rolle. Voraussichtlich wird Vizepräsidentin Kamala Harris für die Demokraten als Kandidatin gegen den republikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump antreten.

Insgesamt hat sich der US-Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren gut von den Folgen der Corona-Pandemie erholt, als die Arbeitslosenquote im zweiten Quartal 2020 auf den Spitzenwert von 13,0 Prozent gestiegen war. Über drei Jahre hinweg gab es sogar einen Mangel an Arbeitskräften. Dies veranlasste viele Unternehmen dazu, die Löhne anzuheben, um die Attraktivität von Jobs zu steigern. Die Lohnerhöhungen wirkten sich aber wiederum als treibender Faktor auf die Inflation aus.

Der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, hatte am Mittwoch gesagt, dass sich die Lage inzwischen auszubalancieren scheine. Der Anstieg der Löhne habe sich verlangsamt, und die Situation am Arbeitsmarkt sei ähnlich "solide" wie in der Vor-Pandemie-Zeit.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

2030 fast zwölf Euro pro Schachtel: Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer

Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Das Parlamentsplenum stimmte am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Durch sie soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 um fast vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich dadurch in den kommenden Jahren Steuermehreinnahmen von zusammengerechnet fast zwölf Milliarden Euro.

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Textgröße ändern: