Pallade Veneta - Gesunkene Energiepreise dämpfen die Inflation - Anstieg im Juli um 2,3 Prozent

Gesunkene Energiepreise dämpfen die Inflation - Anstieg im Juli um 2,3 Prozent


Gesunkene Energiepreise dämpfen die Inflation - Anstieg im Juli um 2,3 Prozent
Gesunkene Energiepreise dämpfen die Inflation - Anstieg im Juli um 2,3 Prozent / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP/Archiv

Vor allem der Rückgang der Energiepreise hat die Inflationsrate im Juli gedämpft. Die Verbraucherpreise stiegen im vergangenen Monat um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte und damit seine erste Schätzung bestätigte. Nahrungsmittel verteuerten sich demnach um 1,3 Prozent. Überdurchschnittlich mit 3,9 Prozent stiegen die Preise für Dienstleistungen - etwa für Versicherungen und Gaststättendienstleistungen.

Textgröße ändern:

Im Vergleich zum Juni stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent - teurer wurden in der Sommerreisezeit vor allem Flugtickets (plus 18,3 Prozent) und Pauschalreisen (10,1 Prozent). Im Juni hatte die Inflationsrate bei 2,2 Prozent gelegen, im Mai bei 2,4 Prozent.

Dass der Anstieg im Juli nicht größer ausfiel, lag vor allem an den Preisen für Energieprodukte: Sie waren im Jahresvergleich um 1,7 Prozent günstiger. Kraftstoffe verbilligten sich laut Statistik um 0,4 Prozent, Strom um 6,2 Prozent und Erdgas um 3,3 Prozent. Es gab aber auch Energieprodukte, die teurer wurden: Fernwärme um 31 Prozent und leichtes Heizöl um 7,7 Prozent.

Bei den Nahrungsmitteln wurden vor allem Olivenöl (45 Prozent) und Schokolade (10,7 Prozent) deutlich teurer - bei beiden Produkten sind die Ernten in den Ursprungsländern sehr schlecht ausgefallen. Gemüse verteuerte sich im Vergleich zum Juli 2023 um 1,7 Prozent. Günstiger als vor einem Jahr waren vor allem Molkereiprodukte, sie verbilligten sich um 1,1 Prozent.

Die Preise für Dienstleistungen dagegen trieben die Inflation nach oben - wie schon im Mai. Im Juli waren neben Versicherungen und Gaststättendienstleistungen vor allem die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen sowie Sport- und Freizeitdienstleistungen teurer als im Vorjahresmonat. Die Nettokaltmieten stiegen um 2,2 Prozent.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

2030 fast zwölf Euro pro Schachtel: Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer

Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Das Parlamentsplenum stimmte am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Durch sie soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 um fast vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich dadurch in den kommenden Jahren Steuermehreinnahmen von zusammengerechnet fast zwölf Milliarden Euro.

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Textgröße ändern: