Pallade Veneta - Paris im Glanz von Olympia: Tourismusbranche zufrieden mit Sommerspielen

Paris im Glanz von Olympia: Tourismusbranche zufrieden mit Sommerspielen


Paris im Glanz von Olympia: Tourismusbranche zufrieden mit Sommerspielen
Paris im Glanz von Olympia: Tourismusbranche zufrieden mit Sommerspielen / Foto: Loic VENANCE - AFP

Paris im Glanz von Olympia, eine reibungslose Organisation und letztlich dann doch gut ausgelastete Hotels: Die französische Tourismusbranche hat eine positive Bilanz für die Zeit der Olympischen Sommerspiele gezogen. In einer ersten Schätzung sprach das Tourismusbüro der französischen Hauptstadt am Montag von 11,2 Millionen Menschen, die die Olympischen Spiele und damit verbundene Aktivitäten besuchten - mit oder ohne Ticket.

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Die Olympischen Sommerspiele waren am Sonntagabend mit einer bunten Abschlussfeier zu Ende gegangen. Die Angaben der ersten Bilanz für den Tourismus beziehen sich auf die Hauptstadtregion für den Zeitraum vom 23. Juli bis Sonntag, 11. August. Die Zahl der 11,2 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer entspricht ungefähr den erwarteten 11,3 Millionen Menschen und liegt außerdem auf dem Niveau der Anzahl der Gäste des Vorjahreszeitraums.

Paris sei bereits eine "sehr touristische Hauptstadt", daher habe die Herausforderung bei den Olympischen Spielen darin bestanden, zusätzliche Werte zu betonen, sagte die Generaldirektorin des Tourismusbüros, Corinne Menegaux. Sie bezog sich vor allem auf Themen wie Nachhaltigkeit, Mobilität und die Wasserqualität in der Hauptstadt. "Die Olympischen Spiele waren ein tolles Mittel, um all das in den Vordergrund zu stellen."

Nun hofft die Branche auf eine gute Paralympics-Zeit und dann positive Effekte für den Rest des Jahres "und die kommenden zwei oder drei Jahre", wie Menegaux betonte. Zu den Ende August beginnenden Paralympischen Spielen werden noch einmal vier Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet, vor allem aus Frankreich.

Bei den Olympischen Spielen waren den Angaben zufolge 85 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer aus Frankreich, darunter 45 Prozent aus der Region Ile-de-France, zu der Paris gehört. Von den 15 Prozent ausländischen Gästen kamen die meisten aus den USA, Deutschland und Großbritannien - sie alle waren zahlreicher in Paris vertreten als im Vorjahreszeitraum.

Nach einem schwachen Start in den Juli konnten sich die Hotels schließlich über eine gute Auslastung von 84 Prozent in der Pariser Innenstadt während der Spiele freuen - das waren zehn Prozentpunkte mehr als in der Zeit vor einem Jahr. Profitieren konnten vor allem die hochpreisigen Hotels und Unterkünfte. Auch die übrigen Austragungsorte wie Lille, Marseille und Châteauroux legten bei den Übernachtungszahlen von Gästen aus dem In- und Ausland zu.

Die Marktforschungsfirma MKG errechnete einen Gewinn von 357 Millionen Euro für die Hotelbetreiber in Frankreich und geht davon aus, dass die guten Umsätze die trübe Zeit im Vorfeld der Spiele kompensieren. Laut MKG fielen für die Übernachtungen teils mehr als doppelt so hohe Preise an.

Die Euphorie rund um die Spiele spülte auch Betreibern von möblierten Unterkünften wie Airbnb und Abritel Geld in die Kassen. Angaben des auf solche Vermietungen spezialisierten Unternehmens AirDNA zufolge lag die Auslastung in Paris während der Spiele bei 62 Prozent, das war mehr als im Vorjahreszeitraum.

Doch es gibt auch Unternehmen auf der Verliererseite: Restaurants und Geschäfte fernab der Austragungsstätten und Fanzonen, Museen oder auch normalerweise beliebte Ziele wie das Disneyland Paris. Es handle sich nicht um ein "normales touristisches Verhalten" der Menschen, die für die Spiele in Paris waren, gibt Menegaux vom Pariser Tourismusbüro zu bedenken.

Sie schaut optimistisch in die Zukunft. Es stünden bereits die nächsten Touristinnen und Touristen vor der Tür, solche, die sich von der Atmosphäre in Paris hätten anstecken lassen und gesehen hätten, "dass alles gut funktioniert hat".

E.Magrini--PV

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