Pallade Veneta - "Speck durch die Decke!": Trump bei Pressekonferenz von Lebensmitteln umstellt

"Speck durch die Decke!": Trump bei Pressekonferenz von Lebensmitteln umstellt


"Speck durch die Decke!": Trump bei Pressekonferenz von Lebensmitteln umstellt
"Speck durch die Decke!": Trump bei Pressekonferenz von Lebensmitteln umstellt / Foto: Peter Zay - AFP

Bei seiner Pressekonferenz am Donnerstag ist US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump von einer ungewöhnlichen Dekoration umrahmt gewesen: Auf beiden Seiten des Ex-Präsidenten standen Tische mit Lebensmitteln, darunter Würste, Kekse, Brot und Frühstücksflocken. Die Ware sollte Trumps Klage über stark gestiegene Verbraucherpreise visuell unterstreichen.

Textgröße ändern:

Hinter den Lebensmitteln standen Tafeln mit Angaben zum Preisanstieg diverser Produkte. Trump ignorierte die Produkte und die Tafeln allerdings zunächst und deutete erst inmitten seiner etwa 80-minütigen Pressekonferenz darauf. "Schaut Euch das an, Eier 46 Prozent gestiegen, wow!" sagte der Präsidentschaftskandidat der Republikaner.

Auch beklagte Trump: "Speck ist durch die Decke!" - womit er den Speckpreis meinte. Angetan zeigte er sich von den Frühstücksflocken der Marke Cheerios. Cheerios habe er "lange nicht gesehen", er werde sie zu sich nach Hause mitnehmen, sagte der 78-jährige Immobilienmogul.

Für die zeitweise unter Präsident Joe Biden enorm gestiegene, inzwischen aber deutlich auf etwa drei Prozent gesunkene Inflation machte Trump in der Pressekonferenz in seinem Golfklub im Bundesstaat New Jersey vor allem seine Wahl-Rivalin Kamala Harris verantwortlich.

Die Demokratin habe angekündigt, dass sie bei einem Wahlsieg schon am ersten Tag ihrer Amtszeit mit der Bekämpfung der Inflation beginnen werde - aber Tag eins für Harris sei "vor dreieinhalb Jahren gewesen", sagte Trump unter Bezug auf Harris' Amtszeit als Vizepräsidentin. "Wo ist sie gewesen? Und warum hat sie es nicht getan?"

Trump las zu Beginn seiner Pressekonferenz auch eine Liste von Preisanstiegen diverser Produkte vor. Er warf Harris anschließend vor, mit ihrer Wirtschaftspolitik eine "Katastrophe" für die USA und die Welt verursacht zu haben.

Als Vizepräsidentin spielte Harris allerdings in der Wirtschaftspolitik bislang keine führende Rolle. Ihre wirtschaftliche Agenda wollte die Präsidentschaftskandidatin am Freitagnachmittag (Ortszeit) vorstellen. Erwartet wird, dass sie die Senkung der Lebenshaltungskosten als Priorität benennt.

B.Cretella--PV

Empfohlen

2030 fast zwölf Euro pro Schachtel: Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer

Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Das Parlamentsplenum stimmte am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Durch sie soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 um fast vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich dadurch in den kommenden Jahren Steuermehreinnahmen von zusammengerechnet fast zwölf Milliarden Euro.

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Textgröße ändern: