Pallade Veneta - Klimaziele: Autoindustrie fordert mehr Anreize für E-Fuels und Bio-Kraftstoffe

Klimaziele: Autoindustrie fordert mehr Anreize für E-Fuels und Bio-Kraftstoffe


Klimaziele: Autoindustrie fordert mehr Anreize für E-Fuels und Bio-Kraftstoffe
Klimaziele: Autoindustrie fordert mehr Anreize für E-Fuels und Bio-Kraftstoffe / Foto: Daniel LEAL - AFP/Archiv

Die deutsche Automobilindustrie hat von der Bundesregierung mehr Anreize für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, und von Bio-Kraftstoffen gefordert. Diese Alternativen zu Diesel und Benzin würden "dringend benötigt", um den Kohlendioxidausstoß im Straßenverkehr zu senken und die Klimaziele zu erreichen, erklärte am Mittwoch der Verband der Automobilindustrie (VDA). Die Kraftstoffe könnten demnach die CO2-Emissionen von Bestandsfahrzeugen reduzieren.

Textgröße ändern:

Bei Neuwagen setzen Deutschland und die EU auf Elektroautos. Dies werde in den kommenden Jahren zwar "erhebliche CO2-Einsparungen ermöglichen", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Es sei aber "nicht ausreichend, da es in Deutschland noch lange Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor geben wird." Der VDA rechnet 2030 mit noch 40 Millionen Verbrenner-Pkw und Lkw auf den deutschen Straßen.

Diese Fahrzeuge sollen nach Ansicht des VDA verstärkt mit alternativen Kraftstoffen betankt werden, die Diesel und Benzin auch beigemischt werden könnten. Eine Möglichkeit sind demnach Bio-Kraftstoffe, die etwa aus Abfällen gewonnen werden und bereits auf dem Markt sind. Der Verband sprach sich zudem dafür aus, die gesetzlich vorgeschriebene Quote für die sogenannten E-Fuels und für Antriebe mit Wasserstoff deutlich anzuheben.

E-Fuels sind bislang allerdings sehr teuer und damit nicht massentauglich, die Herstellung ist sehr energieintensiv. Vor allem nach Wünschen der FDP sollen sie in Zukunft auch eine Rolle bei den Neuwagen spielen. In der Europäischen Union sollen ab 2035 zwar keine neuen Verbrenner-Pkw zugelassen werden, die EU-Verordnung hält jedoch die Möglichkeit einer neuen Kategorie für Verbrenner-Pkw offen, die ausschließlich mit den synthetischen Kraftstoffen betankt werden.

Ein Vorschlag aus Brüssel für eine solche Fahrzeugkategorie liegt bislang nicht vor, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach sich im Juli aber dafür aus. Kritiker schlagen vor, nur Schiffe und Flugzeuge mit E-Fuels zu betanken - im Gegensatz zu Autos können diese nicht auf Elektroantriebe umsteigen.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Ukraine lagert erstmals seit 2012 wieder Saatgut in Tresor auf Spitzbergen ein

Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen einlagern lassen. In dieser Woche seien 773 Proben in die norwegische Anlage gebracht worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Oslo mit. Darunter seien verschiedene Sorten von Sonnenblumen, Getreide, Buchweizen und Futterpflanzen.

Textgröße ändern: