Pallade Veneta - Nestlé verteidigt überraschenden Chefwechsel - Aktienkurs fällt

Nestlé verteidigt überraschenden Chefwechsel - Aktienkurs fällt


Nestlé verteidigt überraschenden Chefwechsel - Aktienkurs fällt
Nestlé verteidigt überraschenden Chefwechsel - Aktienkurs fällt / Foto: FABRICE COFFRINI - AFP

Der Aufsichtsratschef des Konsumgüterriesen Nestlé, Paul Bulcke, hat den überraschenden Wechsel an der Spitze der Geschäftsführung verteidigt. Es sei "Zeit für eine Veränderung" im Unternehmen, "andere Qualitäten" würden benötigt, sagte Bulcke am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Investoren. Der Kurs der Nestlé-Aktie sackte zu Handelsbeginn in der Schweiz um mehr als drei Prozent ab, erholte sich aber im Verlauf des Vormittags.

Textgröße ändern:

Nestlé hatte am Donnerstagabend bekanntgegeben, dass der US-Deutsche Mark Schneider nach siebeneinhalb Jahren seinen Posten räumt. Neuer Chef ab 1. September wird der Franzose Laurent Freixe, seit 1986 bei Nestlé und derzeit verantwortlich für die Region Lateinamerika.

Analysten der Bank UBS erklärten dies damit, dass sowohl die operativen Ergebnisse als auch der Aktienkurs von Nestlé in den vergangenen zweieinhalb Jahren "enttäuschend" gewesen seien. Zudem habe der Konzern "ungewöhnlich" viele negative Schlagzeilen produziert.

So hatte die Schweizer Nichtregierungsorganisation Public Eye Nestlé vorgeworfen, in einkommensärmeren Ländern wie Südafrika oder Indonesien seiner Baby- und Kleinkindernahrung "massiv" Zucker beizumischen und sie als gesund zu vermarkten. In Frankreich empfahl die Lebensmittelaufsicht nach der Entdeckung von Fäkalienspuren eine strengere Überwachung der Quellen, an denen Wasser für die Marke Perrier gewonnen wird.

Der künftige Chef Freixe sagte in der Investorenkonferenz, sein "großer Schwerpunkt" liege auf Absatzwachstum und "dem Gewinn von Marktanteilen". Er betonte, "alles beginnt damit, das Vertrauen in Nestlé zu stärken".

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Ukraine lagert erstmals seit 2012 wieder Saatgut in Tresor auf Spitzbergen ein

Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen einlagern lassen. In dieser Woche seien 773 Proben in die norwegische Anlage gebracht worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Oslo mit. Darunter seien verschiedene Sorten von Sonnenblumen, Getreide, Buchweizen und Futterpflanzen.

Textgröße ändern: