Pallade Veneta - Caritas-Projekt: Ehrenamtliche sollen bei Schuldnerberatung unterstützen

Caritas-Projekt: Ehrenamtliche sollen bei Schuldnerberatung unterstützen


Caritas-Projekt: Ehrenamtliche sollen bei Schuldnerberatung unterstützen
Caritas-Projekt: Ehrenamtliche sollen bei Schuldnerberatung unterstützen / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP/Archiv

Die Caritas und weitere Wohlfahrtsverbände wollen Ehrenamtliche stärker in die Schuldnerberatung einbinden, um professionellen Beratern den Rücken freizuhalten. Wie der Deutsche Caritasverband in Berlin am Donnerstag mitteilte, ist dazu ein Pilotprojekt an zehn Standorten in Deutschland geplant. Freiwillige sollen Schuldnerinnen und Schuldner beispielsweise bei Behördengängen unterstützen. So können sich Beratende auf die tatsächliche Beratung konzentrieren.

Textgröße ändern:

"Schulden können der Anfang eines bitteren Teufelskreises werden, wenn sie den Menschen über den Kopf wachsen", erklärte Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes. Rückzahlungsverpflichtungen, "stapelweise" Mahnbriefe, Ängste der Familie und Schlafstörungen seien "typisch" für Menschen in der Schuldnerberatung. Freiwillige könnten diesen Menschen in Zukunft unter die Arme greifen, indem sie beispielsweise Dokumente sortieren oder Betroffene zum Amt begleiten.

So können hauptberufliche Kräfte in den Beratungsstellen entlastet werden, was Zeit für die unmittelbare Beratung lässt. "Viele Ehrenamtliche haben einen beruflichen Hintergrund, dessen Know-How perfekt passt", erklärte Welskop-Defaa. Diese Menschen sollen gezielt angesprochen und im Rahmen des Projekts weitergebildet werden.

Das Bundesverbraucherschutzministerium unterstützt das Vorhaben mit insgesamt zwei Millionen Euro. "Dieses Projekt soll das Zusammenwirken zwischen freiwillig und hauptberuflich Engagierten weiter verbessern", erklärte Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne). Die Caritas selbst ist mit sieben Standorten, unter anderem in Dresden, Köln und Fulda, an dem Projekt beteiligt. Zudem soll es auch durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Köthen und Nürnberg, sowie die Diakonie in Hamburg umgesetzt werden.

L.Barone--PV

Empfohlen

Lufthansa strebt weitere Aufstockung der Beteiligung an portugiesischer TAP an

Nach dem Zuschlag für die Lufthansa im Bieterwettstreit um Anteile an der portugiesischen Fluglinie TAP hält der deutsche Luftfahrtkonzern eine weitere Aufstockung seiner Anteile für möglich. "Eine Minderheitsbeteiligung entspricht in der Regel nicht unserer Strategie als optimale Lösung", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag. Gemeinsam mit der portugiesischen Regierung sei darüber gesprochen worden, wie sich eine vollständige Übernahme erreichen lasse, wobei ein Teil der Aktien für die Beschäftigten reserviert bleiben könne.

Mieten in deutschen Städten steigen wieder stärker - und schneller als Inflation

Für Wohnungssuchende wird es teurer: Die Angebotsmieten in deutschen Städten sind zuletzt wieder stärker gestiegen. Wie das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag mitteilte, legten sie im dritten Quartal im bundesweiten Schnitt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Verglichen mit dem dritten Quartal 2025 betrug der Anstieg 3,7 Prozent. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) drang in der Koalition mit der Union auf Fortschritte beim Mieterschutz.

"Grüne Gase" zum Heizen: Grüne werfen Reiche Übernahme von Lobbyvorschlägen vor

Die Grünen werfen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor, bei den Plänen für eine sogenannte Grüngasquote für Heizungen Forderungen der Gaslobby weitgehend übernommen zu haben. "Die Eckpunkte zur Grüngas- und Grünheizölquote lesen sich über weite Strecken wie das Forderungspapier der Gas- und Wasserstoffwirtschaft", sagte der Abgeordnete Alaa Alhamwi am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Nahezu alle Forderungen wurden aufgenommen, leicht umformuliert und auf das erforderliche Maß gekürzt."

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über nächsten EU-Haushalt

Wie viel Geld wird es für europäische Landwirte geben? Wie viel investiert die EU in Verteidigung und in KI? Die EU-Staats- und Regierungschefs sind am Donnerstag in Brüssel zu zähen Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Union zusammengekommen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er.

Textgröße ändern: