Pallade Veneta - Frankreich beantragt 120 Millionen EU-Hilfen für Rodung von Weinbergen

Frankreich beantragt 120 Millionen EU-Hilfen für Rodung von Weinbergen


Frankreich beantragt 120 Millionen EU-Hilfen für Rodung von Weinbergen
Frankreich beantragt 120 Millionen EU-Hilfen für Rodung von Weinbergen / Foto: OLIVIER CHASSIGNOLE - AFP

Frankreich will seinen Winzern bis zu 120 Millionen Euro EU-Gelder zukommen lassen, damit sie einen Teil ihrer Reben ausreißen und so die Überproduktion eindämmen. Die Regierung habe einen entsprechenden Vorschlag in Brüssel eingereicht, teilte das französische Landwirtschaftsministerium am Mittwochabend mit. Dies sei eine "erste Antwort auf die strukturellen Schwierigkeiten des Branche", betonte das Ministerium.

Textgröße ändern:

Die französischen Winzer leiden seit Jahren unter sinkendem Absatz. Zum einen ändert sich der Geschmack, junge Franzosen trinken immer häufiger Bier als Rotwein. Zudem sinken die Exporte in die USA und nach China. Hinzu kommen die Folgen der Corona-Pandemie und des Klimawandels.

Die EU-Kommission hatte bereits Ende 2023 einen Plan zur Rodung von 8000 Hektar Weinbergen in der Gegend um Bordeaux genehmigt. Dabei ging es offiziell um die Bekämpfung von Schädlingen. Die französische Regierung hatte ihrerseits im Januar 80 Millionen Euro für die Unterstützung der Winzer freigegeben.

Nach dem neuen Plan, der noch genehmigt werden muss, sollen Winzer eine Entschädigung von bis zu 4000 Euro pro Hektar erhalten, wenn sie ihre Reben ausreißen und sich verpflichten, mindestens sechs Jahre lang nicht neu zu pflanzen. Auf diese Weise könnten bis zu 30.000 Hektar der insgesamt 800.000 Hektar Anbauflächen gerodet werden.

Frankreich dürfte nach vorläufigen Zahlen in diesem Jahr den Titel als weltgrößter Weinproduzent wieder an Italien abgeben. Die Ernte im Spitzenland des vergangenen Jahres fällt mit voraussichtlich 39,3 Millionen Hektolitern um 18 Prozent schlechter aus als 2023. Auch in Italien lief es im Vergleich mit dem Durchschnitt der vergangenen Jahre nicht gut, der Weinbau erholte sich aber etwas von der katastrophalen Ernte des vergangenen Jahres.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Voraussichtlich niedrigere Erntemenge: Kartoffeln im September deutlich teurer

Der Kartoffelpreis ist in diesem September deutlich höher als im vergangenen Jahr: Verbraucherinnen und Verbraucher zahlten 11,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Preise für Pommes frites und andere tiefgefrorene verarbeitete Kartoffelprodukte hingegen sanken um 4,7 Prozent. Die Kartoffelernte falle in diesem Jahr nach Schätzungen wesentlich schlechter aus als 2025, erklärte das Bundesamt weiter.

Australien: Gesetzentwurf zur "Fürsorgepflicht" von Tech-Konzernen ins Parlament eingebracht

Nach der Einführung des weltweit ersten Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche in Australien hat die Regierung ihren Gesetzentwurf zur "Fürsorgepflicht" von Tech-Konzernen für Minderjährige ins Parlament eingebracht. Kommunikationsministerin Anika Wells sagte am Donnerstag vor Journalisten, die Konzerne dürften bislang ihre Angebote "an Australiern im Live-Betrieb testen". Wer ein Produkt entwickele, sei "verantwortlich für dessen Risiken", fügte sie hinzu.

Neue Grenzbrücke zwischen China und Nordkorea eröffnet

Zwölf Jahre nach ihrer Fertigstellung haben China und Nordkorea eine neue Grenzbrücke eröffnet. Lastwagen mit den Flaggen beider Länder fuhren am Donnerstag in beide Richtungen über die gut drei Kilometer lange, vierspurige Brücke. Sie führt von der chinesischen Grenzstadt Dandong, wo sich am Eröffnungstag hunderte Schaulustige versammelten, über den Fluss Yalu nach Nordkorea.

Personalauswahl in Kitas: Bertelsmann-Studie sieht Verbesserungsbedarf

Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung sieht Verbesserungspotenzial bei der Abstimmung zwischen Kitaträgern und Kitaleitungen insbesondere bei der Personalauswahl. 23 Prozent oder fast ein Viertel der befragten Kitaleitungskräfte gaben an, dass ausgeschriebene Stellen eigentlich unterhalb des in den Einrichtungen benötigten Qualifikationsniveaus lägen, wie die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh erklärte.

Textgröße ändern: