Pallade Veneta - Ifo: Umwandlung von Büroflächen könte 60.000 neue Wohnungen schaffen

Ifo: Umwandlung von Büroflächen könte 60.000 neue Wohnungen schaffen


Ifo: Umwandlung von Büroflächen könte 60.000 neue Wohnungen schaffen
Ifo: Umwandlung von Büroflächen könte 60.000 neue Wohnungen schaffen / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Die Entwicklung hin zu mehr Homeoffice in den vergangenen Jahren hat in vielen Firmen auch zu einem Umdenken bei der benötigten Bürofläche geführt - und laut einer Studie könnten dadurch zehntausende neue Wohnungen geschaffen werden. Allein in den sieben größten deutschen Städten könnte die Umwandlung von Büroflächen rund 60.000 neue Wohnungen für gut 100.000 ergeben, wie eine am Freitag vorgestellte Studie des Münchner Ifo-Instituts ergab.

Textgröße ändern:

Das Forschungsinstitut analysierte gemeinsam mit dem Immobilienberater Colliers die Situation in den Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Demnach sind dort rund 30 Prozent der leerstehenden Büroflächen technisch und baurechtlich gesehen in Wohnraum umwandelbar.

Zusammen mit dem künftig erwarteten sinkenden Büroflächenbedarf und abzüglich von Fläche, die beim Umbau verloren geht, ergeben sich den Berechnungen zufolge bei einer Wohnungsgröße von im Schnitt 77 Quadratmetern und einer Haushaltsgröße von 1,7 Menschen die rund 60.000 Wohnungen. Allerdings sei diese Umnutzung häufig nicht wirtschaftlich realisierbar, daher seien "kreative Nachnutzungskonzepte gefragt", heißt es in der Studie, etwa Teilumnutzungen und eine gute Quartiersentwicklung.

Homeoffice war im Zuge der Corona-Pandemie verpflichtend geworden, wenn keine betrieblichen Gründe dagegen sprachen. Mittlerweile gibt es die Pflicht nicht mehr, viele Firmen hielten aber dauerhaft an der Möglichkeit fest und vereinbarten mit ihren Beschäftigten entsprechende Modelle. Laut Ifo liegt die Homeoffice-Quote in Deutschland seit knapp zwei Jahren stabil bei einem Viertel der Beschäftigten und mehr als zwei Dritteln der Unternehmen. Die Studie geht davon aus, dass dadurch bis 2030 die Nachfrage nach Büroflächen um etwa zwölf Prozent sinkt.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Voraussichtlich niedrigere Erntemenge: Kartoffeln im September deutlich teurer

Der Kartoffelpreis ist in diesem September deutlich höher als im vergangenen Jahr: Verbraucherinnen und Verbraucher zahlten 11,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Preise für Pommes frites und andere tiefgefrorene verarbeitete Kartoffelprodukte hingegen sanken um 4,7 Prozent. Die Kartoffelernte falle in diesem Jahr nach Schätzungen wesentlich schlechter aus als 2025, erklärte das Bundesamt weiter.

Australien: Gesetzentwurf zur "Fürsorgepflicht" von Tech-Konzernen ins Parlament eingebracht

Nach der Einführung des weltweit ersten Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche in Australien hat die Regierung ihren Gesetzentwurf zur "Fürsorgepflicht" von Tech-Konzernen für Minderjährige ins Parlament eingebracht. Kommunikationsministerin Anika Wells sagte am Donnerstag vor Journalisten, die Konzerne dürften bislang ihre Angebote "an Australiern im Live-Betrieb testen". Wer ein Produkt entwickele, sei "verantwortlich für dessen Risiken", fügte sie hinzu.

Neue Grenzbrücke zwischen China und Nordkorea eröffnet

Zwölf Jahre nach ihrer Fertigstellung haben China und Nordkorea eine neue Grenzbrücke eröffnet. Lastwagen mit den Flaggen beider Länder fuhren am Donnerstag in beide Richtungen über die gut drei Kilometer lange, vierspurige Brücke. Sie führt von der chinesischen Grenzstadt Dandong, wo sich am Eröffnungstag hunderte Schaulustige versammelten, über den Fluss Yalu nach Nordkorea.

Personalauswahl in Kitas: Bertelsmann-Studie sieht Verbesserungsbedarf

Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung sieht Verbesserungspotenzial bei der Abstimmung zwischen Kitaträgern und Kitaleitungen insbesondere bei der Personalauswahl. 23 Prozent oder fast ein Viertel der befragten Kitaleitungskräfte gaben an, dass ausgeschriebene Stellen eigentlich unterhalb des in den Einrichtungen benötigten Qualifikationsniveaus lägen, wie die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh erklärte.

Textgröße ändern: