Pallade Veneta - Baerbock dringt auf Arbeitsmöglichkeiten für geflüchtete russische Journalisten

Baerbock dringt auf Arbeitsmöglichkeiten für geflüchtete russische Journalisten


Baerbock dringt auf Arbeitsmöglichkeiten für geflüchtete russische Journalisten
Baerbock dringt auf Arbeitsmöglichkeiten für geflüchtete russische Journalisten / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat die zuständigen Innenbehörden aufgefordert, geflüchteten russischen Journalistinnen und Journalisten rasch die Arbeit von Deutschland aus zu gestatten. "Klar ist: Die Menschen, die jetzt hier sind und offensichtlich nicht zurück können, müssen die Möglichkeit haben, hier zu arbeiten", sagte Baerbock dem "Spiegel".

Textgröße ändern:

"Das liegt in unser aller Interesse, gerade bei kritischen Journalisten, die weiter berichten wollen", zitierte das Magazin die Außenministerin. Baerbock drängte darauf, "dass alle Ausländerbehörden ihre Möglichkeit, den nötigen Aufenthaltstitel zu erteilen, auch pragmatisch nutzen".

Viele russische Oppositionelle waren dem Bericht zufolge zunächst mit einem 90-Tage-Schengen-Visum nach Deutschland eingereist. Gespräche zwischen Auswärtigem Amt und Bundesinnenministerium über eine Anschlusslösung blieben demnach seit Wochen ohne Ergebnis.

Insgesamt geht es laut "Spiegel" um rund 70 Journalistinnen und Journalisten. Vorwiegend seien dies Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des unabhängigen russischen Senders Doschd und des Internetmagazins "Meduza".

Auch Kultur-Staatsministerin Claudia Roth (Grüne) sagte dem SWR, Journalistinnen und Journalisten aus Russland ebenso wie aus der Ukraine sollten die Chance bekommen, von Deutschland aus zu schreiben und zu senden. Der "Aufbau einer Infrastruktur für Exil-Medien" sei wichtig, sagte Roth.

Dies sei auch von ukrainischer Seite mit Blick auf russische Medienschaffende im Exil ausdrücklich gewünscht, betonte die Staatsministerin. Kulturschaffende und Medienleute in Russland seien "oft diejenigen, die die letzten Freiräume noch versucht haben, aufrechtzuerhalten oder zu erkämpfen", ehe sie das Land doch verlassen mussten.

Laut "Spiegel" wirbt Roth dafür, die russischen Medienschaffenden als besonders qualifizierte Arbeitskräfte nach Paragraf 18 des Aufenthaltsgesetzes einzustufen, der die Zuwanderung von Fachkräften regelt. Journalistinnen und Journalisten seien "Fachkräfte der Demokratie", sagte Roth demnach.

Kritik an den Verzögerungen bei den Arbeitsgenehmigungen übte der Geschäftsführer der Organisation Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr. "Wir beobachten ein Hin- und Herschieben von Verantwortung zwischen Auswärtigem Amt und Bundesinnenministerium", sagte er dem "Spiegel". Dabei habe er den Eindruck, "dass das Innenministerium auf der Arbeitsebene bremst".

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Weißes Haus entfernt Trump-Video mit Obamas als Affen nach Aufschrei

Nach einem öffentlichen Aufschrei ist ein Video auf der Onlineplattform Truth Social von US-Präsident Donald Trump wieder entfernt worden, in dem der frühere Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle als Affen verunglimpft werden. Das Weiße Haus erklärte am Freitag, ein Mitarbeiter habe den Beitrag "irrtümlich veröffentlicht". Politiker der oppositionellen Demokraten wie auch von Trumps Republikanern hatten den Clip als "rassistisch" verurteilt.

Weißes Haus: Trump-Video mit Obamas als Affen nach Aufschrei entfernt

Nach einem öffentlichen Aufschrei ist ein Video auf der Onlineplattform Truth Social von US-Präsident Donald Trump wieder entfernt worden, in dem der frühere Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle als Affen dargestellt werden. Das Weiße Haus erklärte am Freitag, ein Mitarbeiter habe den Beitrag "irrtümlich veröffentlicht". Politiker der oppositionellen Demokraten wie auch von Trumps Republikanern hatten den Clip als "rassistisch" verurteilt.

Nach Verhandlungen im Oman: Iran kündigt Fortsetzung der Atomgespräche mit den USA an

Der Iran hat nach dem Abschluss der seit Monaten ersten Atomgespräche mit den USA im Oman eine Fortsetzung der Verhandlungen angekündigt. Außenminister Abbas Araghtschi wertete das Gesprächsklima in Omans Hauptstadt Maskat am Freitag als "sehr positiv". Bei den Treffen hatten die Delegationen der verfeindeten Staaten nicht direkt miteinander konferiert, sondern über Vermittler des Oman. Die US-Regierung verkündete indessen neue Sanktionen gegen iranische Ölexporte.

Härtefallfonds: Nur 2700 Rentner mit verlorenen DDR-Ansprüchen bekamen Geld

Nur rund 2700 Rentnerinnen und Rentner mit verlorenen Ansprüchen aus der DDR haben Geld aus einem entsprechenden Härtefallfonds bekommen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Frage der Linken-Abgeordneten Sarah Vollath hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Demnach erhielten 2739 Menschen eine Zahlung der Stiftung Härtefallfonds.

Textgröße ändern: