Pallade Veneta - FDP will Lehren aus Wahlschlappen ziehen - und Steuerentlastung durchsetzen

FDP will Lehren aus Wahlschlappen ziehen - und Steuerentlastung durchsetzen


FDP will Lehren aus Wahlschlappen ziehen - und Steuerentlastung durchsetzen
FDP will Lehren aus Wahlschlappen ziehen - und Steuerentlastung durchsetzen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Nach ihren Niederlagen bei den Landtagswahlen in diesem Jahr will die Bundes-FDP in der Ampel-Koalition ihre Kernanliegen vorantreiben. FDP-Fraktionschef Christian Dürr nannte am Dienstag als vordringliche Projekte eine weitere Entlastung für Bürgerinnen und Bürger, die gesellschaftliche Modernisierung sowie die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren - auch auf Kosten der Bürgerbeteiligung bei solchen Projekten.

Textgröße ändern:

"Angesichts der steigenden Inflation sollten wir sicherlich über zusätzliche Entlastungen sprechen", sagte Dürr. "Entlastung heißt: Der Staat nimmt den Menschen weniger weg." Eine Möglichkeit wäre eine steuerliche Entlastung bei der so genannten kalten Progression - schließlich dürfe der Staat nicht "durch die Inflation ungerechtfertigt höhere Steuern" einnehmen.

Dürr schlug der Koalition zudem vor, das geplante Gesetz zur Beschleunigung des Baus von Flüssiggasanlagen als "Blaupause" für andere Infrastrukturprojekte wie etwa die Digitalisierung oder die Dekarbonisierung zu verwenden.

Das Gesetz zur verstärkten Nutzung von importiertem Flüssiggas (LNG) ist eine Reaktion auf den russischen Krieg in der Ukraine und soll die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas verringern. Dürr kündigte eine Prüfung an, ob die Regelungen aus diesem Gesetz "auf andere Großprojekte übertragen" werden könnten.

Das LNG-Gesetz, das noch diese Woche im Bundestag verabschiedet werden soll, sieht auch Einschränkungen bei der Bürgerbeteiligung vor, um die Umsetzung zu beschleunigen. Dürr sprach sich grundsätzlich dafür aus, "dass Bürgerbeteiligung konzentriert stattfindet". Zwar sei diese Beteiligung in einer Demokratie nötig - "gleichzeitig muss es schneller gehen, das nervt sonst auch die Bürger".

Dürr räumte ein, dass die FDP zuletzt bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen eine "sehr schwere Wahlniederlage" erlitten habe. Sie wolle nun aber "nicht die Schuld bei anderen suchen", sondern ihre Anliegen vorantreiben. "Wir haben große Modernisierungsprojekte im Koalitionsvertrag vereinbart", sagte er. "Die gehen wir an. Die Modernisierung unseres Landes wird weitergehen. Darum wird sich die FDP kümmern."

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Textgröße ändern: