Pallade Veneta - Nachfrage nach Arbeitskräften erreicht im Januar neuen Höchststand

Nachfrage nach Arbeitskräften erreicht im Januar neuen Höchststand


Nachfrage nach Arbeitskräften erreicht im Januar neuen Höchststand
Nachfrage nach Arbeitskräften erreicht im Januar neuen Höchststand

Trotz steigender Corona-Fallzahlen suchen Unternehmen in Deutschland nach immer mehr neuen Beschäftigten. Im Januar erreichte der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit 135 Punkten einen neuen Höchststand, wie die Behörde am Montag mitteilte. Im Vormonatsvergleich legte der Index (BA-X) um drei Punkte zu und erreichte somit den höchsten Stand seit seiner Einführung im Jahr 2005.

Textgröße ändern:

Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Index im Januar des neuen Jahres 37 Punkte im Plus. Auch im Vergleich zu März 2020, also dem letzten Berichtsmonat vor Beginn der Corona-Einschränkungen, lag der Indikator um 21 Punkte höher. Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften war demnach branchenübergreifend: Im Vergleich zu Januar 2021 stieg die Nachfrage nach Arbeitskräften in allen Bereichen im mindestens zweistelligem Prozentbereich.

Am deutlichsten fiel das Plus im Vorjahresvergleich demnach im Gastgewerbe, bei qualifizierten Unternehmensdienstleistungen und im verarbeitenden Gewerbe aus. Auch in der Land- und Forstwirtschaft, bei Verkehr und Logistik, im Handel sowie bei Information und Kommunikation nahm die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vorjahresvergleich um etwas mehr als die Hälfte zu.

Auch auf längere Sicht entwickelt sich die Lage am Arbeitsmarkt für Arbeitssuchende positiv: Im Vergleich zu Januar 2020, also vor Beginn der Pandemie in Deutschland, gab es demnach in fast allen Branchen "ein zum Teil deutliches Plus", erklärte die BA. Ausnahmen waren hier der Bergbau, sowie die Energie- und Wasserversorgung.

Knapp ein Viertel der ausgeschriebenen Stellen gingen laut BA auf Zeitarbeitsunternehmen zurück. Auf den Handel entfielen demnach weitere zwölf Prozent der ausgeschriebenen Stellen. Im Verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen waren jeweils elf Prozent der offenen Stellen ausgeschrieben. Von Qualifizierten Unternehmensdienstleistern stammten zehn Prozent der Ausschreibungen, von der Baubranche weitere sieben Prozent.

Der BA-X wird monatlich veröffentlicht. Der saison- und kalenderbereinigte Indikator bildet die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt unabhängig von jahreszeitlichen Einflüssen ab und spiegelt die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen wider.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Bundeskanzler Merz reist in die Golfregion

Friedrich Merz (CDU) bricht am Mittwoch zu seiner ersten Reise als Bundeskanzler in die Golfregion auf. Zunächst geht es nach Saudi-Arabien, wo nach Angaben aus Regierungskreisen eine Reihe von vornehmlich wirtschaftlichen Vereinbarungen getroffen werden soll. Auch Rüstungsexporte in das Land könnten demnach eine Rolle spielen. Am Donnerstag reist Merz weiter nach Katar, am Freitag in die Vereinigten Arabischen Emirate.

"Shutdown" in den USA beendet: Trump unterzeichnet Haushaltsgesetz

Nach knapp vier Tagen ist der "Shutdown" in den USA beendet. Präsident Donald Trump unterzeichnete am Dienstag ein Haushaltsgesetz und beendete damit die seit Samstag andauernde Budgetsperre für einen Teil der Bundesverwaltung. Zuvor hatte der Kongress die Vorlage gebilligt.

EU-Kommission weist neue "Zensur"-Vorwürfe aus Washington scharf zurück

Die EU-Kommission hat neue "Zensur"-Vorwürfe aus Washington scharf zurückgewiesen. "Reiner Unsinn", reagierte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag auf ein 160-seitiges Dokument aus dem Justizausschuss im US-Repräsentantenhaus, in dem der EU eine "jahrzehntelange Kampagne der Zensur des weltweiten Internets" vorgeworfen wird. Der Republikaner-geführte Ausschuss hatte das Dokument kurz zuvor veröffentlicht.

Steigende Armutsgefährdung: Forderungen nach Stärkung des Sozialstaat

Angesichts aktueller Zahlen zur wachsenden Armutsgefährdung in Deutschland sind Forderungen nach einer Stärkung des Sozialstaats laut geworden. So warnte etwa der Sozialverband Deutschland vor Kürzungen im sozialen Bereich, während der Paritätische Gesamtverband einen "Armutsvermeidungs-Check" bei sozialpolitischen Reformen forderte. Hintergrund ist eine Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts vom Dienstag, wonach der Anteil der armutsgefährdeten Menschen in Deutschland 2025 auf 16,1 Prozent stieg. 2024 lag der Anteil noch bei 15,5 Prozent.

Textgröße ändern: