Pallade Veneta - Heimliche Datenübertragung: Netzagentur mahnt bei vernetzten Produkten zu Vorsicht

Heimliche Datenübertragung: Netzagentur mahnt bei vernetzten Produkten zu Vorsicht


Heimliche Datenübertragung: Netzagentur mahnt bei vernetzten Produkten zu Vorsicht
Heimliche Datenübertragung: Netzagentur mahnt bei vernetzten Produkten zu Vorsicht / Foto: JUSTIN SULLIVAN - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Die Bundesnetzagentur hat vor der Weihnachtszeit beim Kauf von vernetzten Produkten zur Vorsicht mit Blick auf Verletzungen der Privatsphäre gemahnt. "Smarte Spielzeuge, smarte Saugroboter oder smarte Brillen können unser Leben erleichtern, doch die damit verbundenen Risiken für die Privatsphäre sind nicht zu unterschätzen", erklärte Behördenchef Klaus Müller am Freitag. Die Behörde riet vor allem bei smarten Geräten mit eingebauten Kameras und Mikros zur Vorsicht.

Textgröße ändern:

Diese seien dann riskant, wenn sie unbemerkt Aufnahmen erstellen und an andere Geräte übertragen könnten. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich über deren genaue Funktionsweise und die Datenschutzbestimmungen der dazugehörigen Apps informieren. Eine Aufnahmesituation müsse "für alle Beteiligten eindeutig erkennbar sein, beispielsweise durch sichtbare oder hörbare Signale", so die Netzagentur. Außerdem dürfe niemand auf Kamera oder Mikro heimlich Zugriff per Funk haben.

Verboten seien smarte Produkte dann, wenn sie unbemerkt Audio- oder Videoaufnahmen tätigen und diese kabellos an andere Geräte übertragen könnten, etwa per Wlan oder Bluetooth, stellte die Netzagentur klar. Vorsicht sei also etwa bei Überwachungskameras für das eigene Zuhause oder bei vernetzten Leckerliautomaten für Haustiere geboten - hier müsse genau hingeschaut werden, ob eine heimliche Übertragung erfolge.

Die Netzagentur warnte außerdem eindringlich vor verbotenen Spionageprodukten, die sie nach eigenen Angaben auf dem Markt fand: Dazu gehörten Halsketten mit versteckten Mikros, Blumenkörbe mit Spionagekameras und videofähige Rasierer.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Rechtsstreit nach Unfall auf Rennstrecke: BGH gibt Versicherungskundin recht

In einem seit Jahren dauernden Rechtsstreit um Versicherungsschutz nach einem Motorradunfall bei einer Veranstaltung auf einer Rennstrecke hat sich eine Kundin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) abschließend durchgesetzt. Der in den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen des Unternehmens vereinbarte Risikoausschluss für auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeit abzielende Fahrtveranstaltungen greife hier nicht, entschied der BGH am Dienstag in Karlsruhe. (Az. IV ZR 251/25)

Neuer Arbeitsminister erhält Ernennungsurkunde von Steinmeier

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas hat der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer seine Ernennungsurkunde erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte dem ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten am Dienstagnachmittag in Berlin das Dokument. Am Mittwochnachmittag legt Schweitzer dann im Bundestag seinen Amtseid ab. Davor nimmt er bereits erstmals an einer Sitzung des Bundeskabinetts teil.

Missbrauchsbeauftragte fordert besseren Schutz von Kindern im Netz

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat einen besseren Schutz Heranwachsender im Internet gefordert. "Die Risiken im digitalen Raum explodieren", sagte Claus bei der Vorstellung ihres ersten Berichts am Dienstag in Berlin. Tagtäglich würden Kinder und Jugendliche im Netz Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung. So habe schon jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren Cyber-Grooming erlebt. Diese gezielte Online-Kontaktaufnahme sei der Auftakt für sexualisierte Übergriffe.

Arbeitgeber fordern mehr Tempo bei Reformen - Merz wirbt für Zuversicht

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Bundesregierung zu raschen Reformen aufgefordert. Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum in Deutschland seien "weniger Bürokratie, flexiblere Arbeit, niedrigere Belastungen und ein Staat, der schneller und digitaler wird", sagte Dulger am Dienstag beim Arbeitgebertag in Berlin, wo er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen 20-Punkte-Plan der Arbeitgeber überreichte. Merz bekräftigte seinen Willen zu den "umfangreichsten Reformen seit Jahrzehnten" - und warb zugleich für mehr Zuversicht.

Textgröße ändern: