Pallade Veneta - Nordkoreas Staatsmedien zeigen Schwester von Kim Jong Un mit Kindern

Nordkoreas Staatsmedien zeigen Schwester von Kim Jong Un mit Kindern


Nordkoreas Staatsmedien zeigen Schwester von Kim Jong Un mit Kindern
Nordkoreas Staatsmedien zeigen Schwester von Kim Jong Un mit Kindern / Foto: JORGE SILVA - POOL/AFP/Archiv

Der südkoreanische Geheimdienst analysiert nach eigenen Angaben außergewöhnliche nordkoreanische Medienberichte, in denen die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit zwei Kindern zu sehen ist - bei denen es sich um ihre eigenen handeln könnte. "Wir nehmen eine detaillierte Analyse vor und halten dies für möglich", teilte der Geheimdienst in Seoul am Freitag mit.

Textgröße ändern:

Kim Yo Jong, einflussreiche Vertreterin der nordkoreanischen Führung, sei bei einer Kunstveranstaltung am Neujahrstag mit einem Jungen und einem Mädchen zu sehen gewesen, dabei habe sie den Jungen an der Hand gehalten.

Das international isolierte Nordkorea hat keinerlei offizielle Informationen über den Familienstand oder mögliche Kinder von Kim Yo Jong veröffentlicht. Der südkoreanische Geheimdienst erklärte, er habe schon vorher entdeckt, dass Kim Yo Jong Kinder haben könnte - und die beiden, die fotografiert worden seien, seien in der richtigen Altersgruppe.

Das Ministerium für Wiedervereinigung teilte AFP mit, die Kunstveranstaltung in Pjöngjang gelte als Anlass, bei dem Besucher von ihren Angehörigen begleitet werden würden. Es sei aber "ungewöhnlich", Kim Yo Jong mit Kindern zu sehen.

Nordkoreas Staatsmedien zeigten zudem Aufnahmen von Machthaber Kim mit seiner Tochter Ju Ae, die im Teenageralter ist. Auf der Experten-Website NK News mit Sitz in Südkorea hieß es, die Bilder könnten Teil einer "Propaganda-Maßnahme" sein, die Vertreter der Staatsführung "menschlicher erscheinen lassen" solle.

Sie folgten zudem einem Trend, der Anfang 2022 begonnen habe. Dabei würden ranghohe Vertreter des inneren Machtzirkels von Kim Jong Un dabei gezeigt, wie sie bei besonderen Ereignissen eintreffen oder zusammen mit ihren Ehefrauen oder Familienmitgliedern für Katastrophenhilfe spenden.

Kim Yo Jong ist eine der einflussreichsten Frauen in Nordkorea. Sie wurde nach Angaben des südkoreanischen Wiedervereinigungsministeriums 1988 als eines von drei Kindern des früheren Machthabers Kim Jong Il und dessen dritter bekannter Partnerin, der früheren Tänzerin Ko Yong Hui, geboren.

Gemeinsam mit ihrem Bruder erhielt sie ihre Ausbildung in der Schweiz. Nachdem ihr Bruder nach dem Tod des Vaters 2011 die Macht übernommen hatte, stieg auch sie schnell in der Hierarchie auf.

Im April 2015 erklärte der südkoreanische Geheimdienst, Kim Yo Jong bekomme mutmaßlich im kommenden Monat ein Kind. 2018 erklärte der Geheimdienst in Seoul, Kim Yo Jong sei offenbar schwanger gewesen, als sie im Februar des Jahres anlässlich der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang gewesen sei.

C.Conti--PV

Empfohlen

Missbrauchsbeauftragte fordert besseren Schutz von Kindern im Netz

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat einen besseren Schutz Heranwachsender im Internet gefordert. "Die Risiken im digitalen Raum explodieren", sagte Claus bei der Vorstellung ihres ersten Berichts am Dienstag in Berlin. Tagtäglich würden Kinder und Jugendliche im Netz Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung. So habe schon jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren Cyber-Grooming erlebt. Diese gezielte Online-Kontaktaufnahme sei der Auftakt für sexualisierte Übergriffe.

Arbeitgeber fordern mehr Tempo bei Reformen - Merz wirbt für Zuversicht

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Bundesregierung zu raschen Reformen aufgefordert. Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum in Deutschland seien "weniger Bürokratie, flexiblere Arbeit, niedrigere Belastungen und ein Staat, der schneller und digitaler wird", sagte Dulger am Dienstag beim Arbeitgebertag in Berlin, wo er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen 20-Punkte-Plan der Arbeitgeber überreichte. Merz bekräftigte seinen Willen zu den "umfangreichsten Reformen seit Jahrzehnten" - und warb zugleich für mehr Zuversicht.

Beauftragte Ataman: Wechseljahre müssen raus aus der Tabuzone

Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat mehr Sensibilität und Beachtung für das Thema Wechseljahre gefordert - und zwar im Gesundheitsbereich, am Arbeitsplatz und in der Forschung. "Das Thema Frauengesundheit wurde lange vernachlässigt. Im Mittelpunkt der medizinischen Forschung stand der Mann", erklärte Ataman am Dienstag. Wie wenig das Wohlbefinden von Frauen medizinisch beachtet werde, sei "gut am Beispiel der Wechseljahre erkennbar".

IWF erwartet mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland - Warnung vor Abwärtsrisiken

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,3 Prozent, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert. Auch seine Erwartung für die globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an - warnte aber vor Abwärtsrisiken.

Textgröße ändern: