Pallade Veneta - Noch keine Wärmewende: Vier von fünf Wohnungen werden mit Öl und Gas beheizt

Noch keine Wärmewende: Vier von fünf Wohnungen werden mit Öl und Gas beheizt


Noch keine Wärmewende: Vier von fünf Wohnungen werden mit Öl und Gas beheizt
Noch keine Wärmewende: Vier von fünf Wohnungen werden mit Öl und Gas beheizt / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Wärmewende in Deutschland kommt nicht recht voran: Weiterhin werden 79 Prozent der knapp 20 Millionen Wohngebäude hierzulande mit Öl und Gas beheizt, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Gebäudereport der Deutschen Energie-Agentur (Dena) hervorgeht. Positiv ist demnach, dass im Neubau klimafreundliche Technologien überwiegen. Das Interesse von Verbraucherinnen und Verbrauchern an energetischen Sanierungen ist demnach zudem weiter hoch.

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Dena-Geschäftsführerin Corinna Enders erklärte: "Die Zahlen zeigen deutlich, dass wir erneut die Klimaziele im Gebäudesektor verfehlen." Erneuerbare Energien spielten im Wohnungsbestand bisher eine zu geringe Rolle. "Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen hier gemeinsam den eingeschlagenen Weg der Wärmewende entschlossen fortsetzen", appellierte sie. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die finanzielle Förderung des Bundes für effiziente Gebäude "setzen den Rahmen".

Die als Heizungsgesetz bekannt gewordene Reform des GEG schreibt seit 2024 vor, dass in Neubauten innerhalb von Neubaugebieten nur Heizungen installiert werden dürfen, die auf 65 Prozent erneuerbaren Energien basieren. Defekte Heizungen im Bestand können laut dem Gesetz grundsätzlich repariert und weiterbetrieben werden.

Die Zahl der Anträge auf eine Energieberatung für Wohngebäude stieg im ersten Halbjahr 2024 laut Dena-Gebäudereport um neun Prozent auf insgesamt rund 80.000. Bei den konkreten Maßnahmen sind laut Report besonders Wärmepumpen gefragt; seit 2021 wurden demnach 570.000 Anträge auf Förderung für eine Wärmepumpe gestellt. Das ist rund die Hälfte aller Anträge auf Bundesförderung für effiziente Gebäude. Im Neubau wurden laut Report 2023 rund 65 Prozent der Wohngebäude mit Wärmepumpen ausgestattet.

Im Jahr 2024 allerdings ging der Verkauf von Wärmepumpen zurück - im ersten Halbjahr betrug das Minus 54 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Verkauf von Biomasseanlagen - dazu gehören etwa Holzpelletheizungen - schrumpfte von Januar bis Juni sogar um 74 Prozent. Die Denkfabrik Agora Energiewende hatte dies kürzlich auf die "Verunsicherung von Haushalt und Unternehmen" zurückgeführt; sie hielten sich daher mit Investitionen zurück. Laut Agora Energiewende ging der Absatz von Wärmepumpen im Gesamtjahr um 44 Prozent zurück.

Deutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. Der Gebäudesektor ist dabei "unverzichtbar", betonte die Dena.

Y.Destro--PV

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