Pallade Veneta - Schottisches Gericht widerruft zwei Lizenzen für Ölbohrungen in der Nordsee

Schottisches Gericht widerruft zwei Lizenzen für Ölbohrungen in der Nordsee


Schottisches Gericht widerruft zwei Lizenzen für Ölbohrungen in der Nordsee
Schottisches Gericht widerruft zwei Lizenzen für Ölbohrungen in der Nordsee / Foto: ANDY BUCHANAN, ANDY BUCHANAN - AFP/Archiv

Im Streit um die Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee hat ein schottisches Gericht sich auf die Seite von Umweltschützern gestellt. Das Gericht widerrief am Donnerstag die millionenschweren Lizenzen zur Erschließung zweier Gas- und Ölfelder in der Nordsee. Der Vorsitzende Richter Andrew Stewart erklärte, er sei nach Abwägung aller Umstände und der verschiedenen öffentlichen und privaten Interessen zu diesem Schluss gekommen.

Textgröße ändern:

In der Regierungszeit der konservativen Tories hatte die zuständige Behörde den Konzernen Shell und Equinor die Lizenzen erteilt, die beiden Felder Rosebank und Jackdaw zu erschließen. Dagegen klagten die Umweltschutzgruppen Greenpeace und Uplift. Sie argumentieren, die Behörden hätten bei ihrer Entscheidung den Treibhausgaseffekt nicht berücksichtigt, der bei der Verbrennung dort geförderten fossilen Brennstoffe entsteht.

Richter Stewart ordnete an, dass Shell für Jackdaw und Equinor für Rosebank neue Erschließungsanträge stellen müssen, die dies berücksichtigen. Bis zur Entscheidung der zuständigen Oil and Gas Authority "darf kein Öl und kein Gas gefördert werden".

Der Oberste Gerichtshof Großbritanniens hatte im vergangenen Juni im Fall einer Ölförderung im Süden Englands ebenso entschieden. Er urteilte, dass bei der Lizenzvergabe auch die indirekten Treibhausgasemissionen berücksichtigt werden müssen. Die neue Labour-Regierung erklärte daraufhin im August, sie werde das Urteil des schottischen Gerichts nicht anfechten.

Die Lizenz zur Erschließung von Rosebank, 145 Kilometer nördlich der Shetlandinseln, war 2023 erteilt worden. Das Vorkommen wird auf 300 Millionen Barrel geschätzt. Die Förderung sollte zwischen 2026 und 2030 beginnen. Das Feld Jackdaw liegt 250 Kilometer von Aberdeen entfernt. Dort sollte die Förderung in diesem Jahr beginnen.

Philip Evans von Greenpeace in Großbritannien nannte das Urteil des schottischen Gerichts am Donnerstag einen "historischen Sieg". Shell rief die britische Regierung auf, schnell auf das Urteil zu reagieren, damit der Konzern entscheiden könne. Shell habe seit 2022 umgerechnet 800 Millionen Pfund (957 Millionen Euro) in die Entwicklung des Feldes Jackdaw investiert.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

IWF hebt Wirtschaftsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent an

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Der IWF rechnet nun damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 1,3 Prozent wächst, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert und stimmt mit der Prognose der Bundesregierung überein. Auch seine Erwartung für das globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an.

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

CDU will Stromsteuer "für alle" auf EU-Minimum absenken: Merz sieht "Spielräume"

Die CDU will zur Entlastung der Verbraucher die Stromsteuer "für alle" auf das europäische Minimum absenken und damit eine Zusage aus dem vergangenen Jahr einhalten. Das kündigte Parteichef Friedrich Merz am Montag in Berlin an und sagte, dafür sollten nun "finanzielle Spielräume im Haushalt" genutzt werden. Diese könne es geben, "wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt", sagte der Kanzler.

Textgröße ändern: