Pallade Veneta - Tarifliche Ausbildungsvergütung in West und Ost erstmals "nahezu identisch"

Tarifliche Ausbildungsvergütung in West und Ost erstmals "nahezu identisch"


Tarifliche Ausbildungsvergütung in West und Ost erstmals "nahezu identisch"
Tarifliche Ausbildungsvergütung in West und Ost erstmals "nahezu identisch" / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP/Archiv

Erstmals seit der Wiedervereinigung 1990 sind die tariflichen Vergütungen von Auszubildenden in West und Ost "nahezu identisch". In Westdeutschland waren es im vergangenen Jahr über alle Ausbildungsjahre hinweg im Schnitt 1133 Euro brutto, im Osten 1135 Euro, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn mitteilte. Demnach stiegen die Ausbildungsvergütungen im Schnitt um 6,3 Prozent - das war prozentual der höchste Anstieg seit Erhebung der Daten im wiedervereinigten Deutschland 1992.

Textgröße ändern:

Die Vergütungen stiegen im Osten der Bundesrepublik mit 8,9 Prozent stärker als im Westen mit 6,1 Prozent. Die fünf ostdeutschen Bundesländer lagen damit in der oberen Hälfte der Länder-Rangliste, wie das BIBB am Donnerstag mitteilte. Am meisten Geld bekommen Auszubildende weiterhin in Baden-Württemberg. Vergleichsweise wenig Geld bekommen die Nachwuchskräfte mit durchschnittlich 1107 Euro in Nordrhein-Westfalen, gefolgt vom Saarland und Rheinland-Pfalz.

Friseurinnen und Friseure in der Ausbildung in tarifgebundenen Betrieben bekommen der Auswertung zufolge mit 719 Euro monatlich den niedrigsten Lohn. Auch viele weitere Handwerksberufe liegen am unteren Ende der Vergütungs-Rangliste, darunter Bodenlegerinnen und Bodenleger oder und Malerinnen und Maler.

Das höchste Einkommen verzeichneten im vergangenen Jahr Auszubildende im Rohrleitungsbau mit monatlich 1349 Euro. Zwei Euro weniger gab es für Milchtechnologinnen und -technologen.

Das BIBB wertet seit 1976 jährlich die Vergütungen von Auszubildenden mit Stichtag 1. Oktober aus. 1992 wurden erstmals Daten für das wiedervereinigte Deutschland ermittelt.

G.Riotto--PV

Empfohlen

IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland auf 0,7 Prozent

Wegen der anhaltenden Folgen des Energiepreisschocks im Iran-Krieg hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für Deutschland erneut nach unten korrigiert. Der IWF rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,7 Prozent - 0,1 Prozentpunkte weniger als noch im April prognostiziert, wie er am Mittwoch in Washington mitteilte. Im kommenden Jahr erwartet der IWF 1,0 Prozent, ein Abschlag von 0,2 Punkten.

Viel Kritik vor Bundestagsabstimmung über Gesetz für neue Gaskraftwerke

Das am Donnerstag im Bundestag zur Abstimmung stehende Gesetz für den Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland stößt auf viel Kritik. Die Bundesregierung erhebe Anspruch auf Technologieoffenheit, doch der Entwurf laufe "faktisch auf ein Förderprogramm für neue Gaskraftwerke" hinau, erklärte die Analystin der DZ-Bank, Linda Yu, am Mittwoch. "Fossile Kraftwerksprojekte bekommen noch mehr Geld und noch weniger Haftung, während Batteriespeicher weiterhin faktisch aus den Ausschreibungen gedrängt werden", kritisierte die Deutsche Umwelthilfe (DUH).

Greenpeace: Ölkonzerne steigern "Übergewinne" nach Ende des Tankrabatts stark

Die Umweltorganisation Greenpeace wirft den Ölkonzernen vor, nach dem Auslaufen des Tankrabatts ihre "Übergewinne" deutlich gesteigert zu haben. Seit dem 1. Juli lägen die zusätzlichen Gewinne ihrer Berechnung zufolge mit 10,8 Millionen Euro pro Tag auf einem neuen Höchststand, erklärte die Organisation am Mittwoch. Bei Diesel und Benzin zusammen seien es zwischen dem 1. und 7. Juli jeden Tag durchschnittlich 26,2 Millionen Euro zusätzlich.

ADAC: Tankrabatt-Ende lässt Spritpreise kräftig steigen

Nach dem Ende des staatlichen Tankrabatts Anfang Juli sind die Preise an den Zapfsäulen in Deutschland wieder gestiegen. Derzeit koste ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,024 Euro und damit 10,1 Cent mehr als in der Vorwoche, teilte der ADAC am Mittwoch in München mit. Diesel liegt dem Automobilclub zufolge aktuell bei 1,953 Euro je Liter - 9,4 Cent mehr als eine Woche zuvor.

Textgröße ändern: