Pallade Veneta - Jugendstudie: Sorge vor Kriegen - Jugendliche aber grundsätzlich optimistisch

Jugendstudie: Sorge vor Kriegen - Jugendliche aber grundsätzlich optimistisch


Jugendstudie: Sorge vor Kriegen - Jugendliche aber grundsätzlich optimistisch
Jugendstudie: Sorge vor Kriegen - Jugendliche aber grundsätzlich optimistisch / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Jugendliche in Deutschland fürchten sich vor allem vor Kriegen, blicken persönlich aber überwiegend optimistisch in ihre Zukunft. Das zeigt die am Montag von der Barmer in Berlin veröffentlichte Sinus-Jugendstudie 2024. Politischer Populismus und Extremismus bereiten fast jedem zweiten Jugendlichen (42 Prozent) Sorgen. Lediglich Kriege erwähnten die Befragten mit 59 Prozent noch häufiger. Im Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 53 Prozent.

Textgröße ändern:

42 Prozent sorgen sich um die Umweltverschmutzung und 41 Prozent wegen des Klimawandels. Einem Drittel (33 Prozent) bereitet das Thema Migration Sorgen, fast ebenso vielen das Thema Armut (32 Prozent). Weitere Themen, die den Teenagern in Deutschland Angst bereiten, sind unter anderem Wirtschaftskrisen (29 Prozent), Krankheiten und Pandemien (27 Prozent), Wohnungsnot (26 Prozent), Arbeitsplatzsuche (20 Prozent) und Künstliche Intelligenz (16 Prozent).

Barmer-Chef Christoph Straub nannte es "ein Alarmsignal, dass so viele Teenager in diesen unruhigen Zeiten Zukunftsängste haben". Existenzielle Sorgen könnten die Psyche massiv belasten und damit auch die Gesundheit beeinträchtigen.

Grundsätzlich schauen die Jugendlichen in Deutschland aber positiv nach vorn. Demnach blicken derzeit 79 Prozent optimistisch in ihre persönliche Zukunft. Das ist derselbe Wert wie im Jahr 2023.

Während der Zukunftsoptimismus bei Schülern mit einem niedrigeren Bildungsniveau von 70 auf 79 Prozent stieg, sank er bei angehenden Abiturientinnen und Abiturienten von 82 auf 79 Prozent. Derzeit sind 79 Prozent der befragten Teenager mit ihrem Leben zufrieden und damit zwei Prozentpunkte weniger als 2023.

Im Gegensatz zum eigenen Leben blicken Teenager der Studie zufolge allerdings nur verhalten positiv auf die Zukunft Deutschlands und der Welt. Eine optimistische Sicht auf Deutschland hat knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten. Damit rangiert der aktuelle Wert um 16 Prozentpunkte unter dem des Jahres 2021 mit damals 62 Prozent. 2023 lag der Wert bei 48 Prozent.

Die Zukunft der Welt schätzten zuletzt 38 Prozent positiv ein. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als im Jahr 2021 und drei Punkte weniger als 2023. Befragt wurden im Auftrag der Barmer im Oktober bundesweit 2000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Greenpeace: Ölkonzerne steigern "Übergewinne" nach Ende des Tankrabatts stark

Die Umweltorganisation Greenpeace wirft den Ölkonzernen vor, nach dem Auslaufen des Tankrabatts ihre "Übergewinne" deutlich gesteigert zu haben. Seit dem 1. Juli lägen die zusätzlichen Gewinne ihrer Berechnung zufolge mit 10,8 Millionen Euro pro Tag auf einem neuen Höchststand, erklärte die Organisation am Mittwoch. Bei Diesel und Benzin zusammen seien es zwischen dem 1. und 7. Juli jeden Tag durchschnittlich 26,2 Millionen Euro zusätzlich.

ADAC: Tankrabatt-Ende lässt Spritpreise kräftig steigen

Nach dem Ende des staatlichen Tankrabatts Anfang Juli sind die Preise an den Zapfsäulen in Deutschland wieder gestiegen. Derzeit koste ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,024 Euro und damit 10,1 Cent mehr als in der Vorwoche, teilte der ADAC am Mittwoch in München mit. Diesel liegt dem Automobilclub zufolge aktuell bei 1,953 Euro je Liter - 9,4 Cent mehr als eine Woche zuvor.

Wegen Streit bei der Nato: Trump will Handelsbeziehungen mit Spanien abbrechen

Weitere Eskalation zwischen den USA und Spanien: US-Präsident Donald Trump will wegen des aus seiner Sicht mangelnden Engagements Madrids in der Nato den Handel mit dem EU-Land einstellen. "Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollten abgebrochen werden", sagte Trump am Mittwoch beim Nato-Gipfel in Ankara. Ob ein solcher Handelsstopp umzusetzen ist, erscheint fraglich. In spanischen Regierungskreisen war von einer "gelassenen" Reaktion die Rede.

Neues Heizungsgesetz soll noch in dieser Woche beschlossen werden

Das neue Heizungsgesetz der Bundesregierung soll noch in dieser Woche beschlossen werden. Der federführende Bundestagsausschuss machte dafür am Mittwoch den Weg frei. Nach Möglichkeit sollen in den kommenden Tagen auch das Bundestagsplenum und der Bundesrat mit dem sogenannten Gebäudemodernisierungsgesetz befasst werden. Allerdings steht noch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu einer Klage im Eilverfahren der Linken-Fraktion gegen das Gesetz aus.

Textgröße ändern: