Pallade Veneta - Immobilienweise fordern "Befreiungsschlag" beim Wohnungsbau

Immobilienweise fordern "Befreiungsschlag" beim Wohnungsbau


Immobilienweise fordern "Befreiungsschlag" beim Wohnungsbau
Immobilienweise fordern "Befreiungsschlag" beim Wohnungsbau / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

"Beim Wohnungsbau braucht es in diesem Frühjahr einen Befreiungsschlag": Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) fordert in seinem am Dienstag veröffentlichten Frühjahrsgutachten von der neuen Bundesregierung vor allem, den "Wust an starren Regulierungen" für die Baubranche zu beseitigen. Der Bund könne zudem über die Förderbank KfW Mittel und Bürgschaften bereitstellen, die Eigenkapital ersetzen, um so stockende Neubauvorhaben und Sanierungsmaßnahmen "zu aktivieren", schlugen die sogenannten Immobilienweisen vor.

Textgröße ändern:

2024 sei nur mit etwa 210.000 neu genehmigten Wohnungen zu rechnen, sagte ZIA-Präsidentin Iris Schöberl. Das wäre ein Rückgang im Vorjahresvergleich um 45 Prozent. Bei der Anzahl fertig gestellter Wohnung rechnet der ZIA mit 260.000 im vergangenen Jahr und nur noch mit 230.000 in diesem Jahr.

Nötig wären aber jährlich mehr als 372.000 neue Wohnungen, um den Bedarf zu decken. Vor allem in den sieben bevölkerungsreichsten Städten - Berlin, München, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Stuttgart - liegt der Bedarf sehr viel höher als das Angebot. Hier nehme die Kluft "bedrohliche Ausmaße" an, sagte Schöberl.

Viele Menschen können sich eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus nicht mehr leisten - auch deshalb ist die Nachfrage nach Mietwohnungen sehr hoch. Entsprechend steigen die Mieten: Im Dezember lagen die Bestandsmieten laut Gutachten im Bundesdurchschnitt 2,1 Prozent höher als im Dezember 2023, die Angebotsmieten stiegen in dem Zeitraum im Schnitt um 4,7 Prozent - in Großstädten sehr viel stärker: in Berlin etwa um 8,5 Prozent, in Frankfurt um 8,0 Prozent oder in Hamburg um 5,4 Prozent.

Immobilienexperte Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sagte, zentraler Akteur im Wohnungsbau seien die Kommunen. Sie müssten Planungs- und Genehmigungsverfahren durch Digitalisierung, Bürokratieabbau und mehr Personal in den Bauämtern beschleunigien. Die Kosten im Wohnungsbau müssten sinken, die Standards dürften nicht weiter verschärft werden, bekräftigte er.

Der ZIA ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Mitglieder sind über 30 Verbände und rund 37.000 Unternehmen der Branche.

M.Romero--PV

Empfohlen

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

CDU will Stromsteuer "für alle" auf EU-Minimum absenken: Merz sieht "Spielräume"

Die CDU will zur Entlastung der Verbraucher die Stromsteuer "für alle" auf das europäische Minimum absenken und damit eine Zusage aus dem vergangenen Jahr einhalten. Das kündigte Parteichef Friedrich Merz am Montag in Berlin an und sagte, dafür sollten nun "finanzielle Spielräume im Haushalt" genutzt werden. Diese könne es geben, "wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt", sagte der Kanzler.

Verwirrung um von Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" - Kiew meldet neue russische Angriffe

Verwirrung um die von US-Präsident Donald Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" im Ukraine-Krieg: Russland hat das Inkrafttreten einer solchen Einigung am Montag nicht bestätigt und nach Angaben Kiews erneut Energie-Anlagen in der Ukraine angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew werde "reagieren", sollte sich Moskau nicht an die Waffenruhe halten. Die EU verhängte im wegen des russischen Angriffskriegs Sanktionen gegen zusätzliche fast 1600 Verantwortliche und Organisationen.

Textgröße ändern: