Pallade Veneta - Honda und Nissan: Fusionspläne offiziell abgeblasen

Honda und Nissan: Fusionspläne offiziell abgeblasen


Honda und Nissan: Fusionspläne offiziell abgeblasen
Honda und Nissan: Fusionspläne offiziell abgeblasen / Foto: Richard A. Brooks - AFP/Archiv

Die Fusionspläne der japanischen Autobauer Nissan und Honda sind offiziell gescheitert. Die beiden Konzerne teilten am Donnerstag mit, sie hätten entschieden, "die Gespräche abzubrechen und die Absichtserklärung zu kündigen". Knackpunkt der Verhandlungen war, dass Honda darauf drängte, in dem neuen Konzern die Führung zu übernehmen, Nissan sollte ein Tochterunternehmen werden. Ihre bisherige Zusammenarbeit im Bereich der E-Mobilität wollen die beiden Unternehmen weiterführen.

Textgröße ändern:

Der Verwaltungsrat von Nissan hatte sich bereits in der vergangenen Woche für einen Abbruch der Gespräche ausgesprochen, wie es aus Insiderkreisen hieß. Das Unternehmen wollte sich demnach nicht unterordnen und einen gewissen Grad an Autonomie behalten.

Honda steht weit besser da als Nissan; an der Börse war der Hersteller im Dezember viermal so viel wert wie der Konkurrent - obwohl beide in etwa gleich viele Autos verkaufen. Nissan ist hoch verschuldet.

Honda und Nissan hatten am 23. Dezember Verhandlungen über eine Fusion angekündigt. Sie wollten damit bei der Wettbewerbsfähigkeit beim Bau von Elektroautos aufholen. Der Zusammenschluss hätte den drittgrößten Autobauer der Welt nach Toyota und VW geschaffen.

Die japanischen Autobauer liegen im E-Autobereich international zurück, der bislang von Tesla aus den USA und chinesischen Herstellern wie BYD dominiert wird. Die Japaner hatten sich bislang vor allem auf Hybridfahrzeuge konzentriert. Insbesondere auf dem wichtigen chinesischen Markt gingen die Verkaufszahlen zuletzt stark zurück.

Um ihren Rückstand aufzuholen, hatten Nissan und Honda bereits im März 2024 eine "strategische Partnerschaft" im Bereich der Software und Ausrüstung für Elektrofahrzeuge gestartet. "In Zukunft werden Nissan und Honda in einer strategischen Partnerschaft zusammenarbeiten, um das Zeitalter der elektrifizierten und intelligenten Fahrzeuge zu bewältigen", versicherten sie am Donnerstag.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

CDU will Stromsteuer "für alle" auf EU-Minimum absenken: Merz sieht "Spielräume"

Die CDU will zur Entlastung der Verbraucher die Stromsteuer "für alle" auf das europäische Minimum absenken und damit eine Zusage aus dem vergangenen Jahr einhalten. Das kündigte Parteichef Friedrich Merz am Montag in Berlin an und sagte, dafür sollten nun "finanzielle Spielräume im Haushalt" genutzt werden. Diese könne es geben, "wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt", sagte der Kanzler.

Verwirrung um von Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" - Kiew meldet neue russische Angriffe

Verwirrung um die von US-Präsident Donald Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" im Ukraine-Krieg: Russland hat das Inkrafttreten einer solchen Einigung am Montag nicht bestätigt und nach Angaben Kiews erneut Energie-Anlagen in der Ukraine angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew werde "reagieren", sollte sich Moskau nicht an die Waffenruhe halten. Die EU verhängte im wegen des russischen Angriffskriegs Sanktionen gegen zusätzliche fast 1600 Verantwortliche und Organisationen.

Textgröße ändern: