Pallade Veneta - EU-Einigung für strengere Regeln gegen Lebensmittelverschwendung und Textilabfälle

EU-Einigung für strengere Regeln gegen Lebensmittelverschwendung und Textilabfälle


EU-Einigung für strengere Regeln gegen Lebensmittelverschwendung und Textilabfälle
EU-Einigung für strengere Regeln gegen Lebensmittelverschwendung und Textilabfälle / Foto: Eric PIERMONT - AFP/Archiv

Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten haben sich auf neue Regeln gegen Lebensmittelverschwendung und Textilabfälle geeinigt: Haushalte, Restaurants und Supermärkte sollen ihre Lebensmittelabfälle bis 2030 um 30 Prozent reduzieren, Produzenten um zehn Prozent. Darauf einigten sich die Unterhändler des Parlaments und des Rats der Mitgliedstaaten in der Nacht zum Mittwoch. Hersteller von Bekleidung sollen sich demnach zudem an Recyclingkosten beteiligen.

Textgröße ändern:

Insbesondere Konzerne, die sogenannte Fast-Fashion herstellen, sollen laut dem Entwurf der überarbeiteten EU-Abfallrichtlinie Gebühren für die Sammlung und Verarbeitung von Textilabfällen zahlen. Die Höhe der Abgabe soll sich daran orientieren, wie nachhaltig und langlebig Kleidungsstücke produziert sind.

Bei Fast-Fashion kommen Kollektionen in besonders kurzen Abständen auf den Markt. Oftmals werden Kleidungsstücke nur für eine Saison gekauft, daher minderwertig hergestellt und schnell wieder ersetzt. Die Gebühr soll dazu führen, dass Unternehmen wieder vermehrt auf langlebige Produkte und eine höhere Qualität setzen.

Auch Lebensmittelverschwendung soll durch die neuen Regeln eingegrenzt werden. Als Basiswert für die nun formulierten Ziele in diesem Bereich gilt der durchschnittliche Wert des Lebensmittelabfalls der Jahre 2021 und 2023. Auf jeden EU-Bürger kommen jährlich rund 131 Kilogramm Lebensmittelabfälle, wie das Parlament mitteilte. Zudem werden pro Kopf rund zwölf Kilo Kleidung und Schuhe weggeworfen.

Die gesetzten Ziele zu erreichen, ist dann Aufgabe der nationalen Regierungen, die dafür entsprechende Gesetze erlassen sollen. Zunächst müssen Rat und Parlament die vorläufige Einigung der Unterhändler noch formell billigen. Die Kommission hatte den Gesetzesvorschlag 2023 als Teil des Klimaschutzpakets Green Deal auf den Weg gebracht.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Diskussion um Ladenöffnungszeiten an Sonntagen nimmt an Fahrt auf

Nach der Ankündigung der Regierung, die Öffnungszeiten für Bäckereien und Konditoreien an Sonntagen zu verlängern, nimmt nun auch die Diskussion um die allgemeinen Ladenöffnungszeiten an Wochenenden an Fahrt auf: Der Wirtschaftsausschuss des Bundestags sowie der Tourismuskoordinator der Bundesregierung plädierten am Dienstag für eine deutliche Aufweichung des derzeit geltenden Öffnungsverbotes. Von Gewerkschaftsseite kam dagegen Widerspruch: "Der Sonntag ist für die Beschäftigten der einzige verlässlich planbare freie Tag", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer.

Kanada will neue U-Boot-Flotte vom deutschen Hersteller TKMS bauen lassen

Kanada will seine neue U-Boot-Flotte vom deutschen Hersteller TKMS bauen lassen. Diese Entscheidung im Kampf um den Milliardenauftrag gab Premierminister Mark Carney am Montag vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel in der Türkei bekannt. Das deutsche Unternehmen sprach vom größten Einzelauftrag in seiner Geschichte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte, vor dem Nato-Gipfel habe die kanadische Regierung "ein starkes Zeichen der transatlantischen und europäischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie" gesetzt.

Bundestags-Wirtschaftsausschuss für Ende von Ladenöffnungsverbot an Sonntagen

In der Diskussion um längere Ladenöffnungszeiten macht sich der Wirtschaftsausschuss des Bundestags für ein Ende des Öffnungsverbots an Sonntagen stark. "Der Bundestag entscheidet über die Sonntagsarbeitszeiten und die Bundesländer über die Sonntagsöffnungszeiten", sagte der Ausschussvorsitzende Christian von Stetten (CDU) der "Bild"-Zeitung. "In beiden Fällen bin ich für eine großzügige Ausweitung der bisherigen Regelungen."

Vor Nato-Gipfel in Ankara: Netanjahu warnt Trump vor Kampfjetdeal mit Erdogan

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu US-Präsident Donald Trump vor dem Verkauf von Kampfjets an die Türkei gewarnt. Netanjahu sagte am Montag dem US-Sender Fox News, die Türkei dürfe keine F35-Maschinen oder Kampfjet-Triebwerke erhalten. Dies würde "das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten stören". Experten rechnen dennoch mit einer Ankündigung Trumps.

Textgröße ändern: