Pallade Veneta - Tariflöhne erstmals seit 2020 stärker als Verbraucherpreise gestiegen

Tariflöhne erstmals seit 2020 stärker als Verbraucherpreise gestiegen


Tariflöhne erstmals seit 2020 stärker als Verbraucherpreise gestiegen
Tariflöhne erstmals seit 2020 stärker als Verbraucherpreise gestiegen / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP/Archiv

Hohe Tarifabschlüsse und Inflationsausgleichsprämien: Die Verdienste der Beschäftigten mit Tarifvertrag sind im vergangenen Jahr erstmals seit 2020 deutlicher gestiegen als die Verbraucherpreise. Inklusive Sonderzahlungen waren sie 2024 um 4,8 Prozent höher als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im selben Zeitraum kletterten die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent.

Textgröße ändern:

Untere Leistungsgruppen profitierten prozentual am meisten von Inflationsausgleichsprämien, weil sie in der Regel als Festbetrag ausgezahlt wurden, wie die Statistiker weiter mitteilten. Die Inflationsprämie war bis zu einer Höhe von 3000 Euro steuerfrei. Sie konnte bis Ende 2024 ausgezahlt werden.

Die stärksten Anstiege der Tarifverdienste mit Sonderzahlungen gab es 2024 laut Statistik im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz sowie im Bereich Land- und Forstwirtschaft und Fischerei. Am geringsten waren die Anstiege bei Tarifbeschäftigten im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie Bergbau.

Ebenfalls unterdurchschnittlich entwickelten sich die tariflichen Verdienste im Gastgewerbe, wie die Statistiker weiter mitteilten - sie stiegen demnach im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent. Die vergleichsweise geringe Veränderung sei aber auch im Zusammenhang mit dem hohen Anstieg im Jahr 2023 zu bewerten, als die Verdienste um rund sieben Prozent gewachsen waren.

Im Jahr 2020 waren die Tarifverdienste um 2,0 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen, die Verbraucherpreise nur um 0,5 Prozent. 2021 dann legten die Verbraucherpreise um 3,1 Prozent zu, 2022 schnellten sie um 6,9 Prozent in die Höhe, und auch 2023 war die Inflationsrate mit 5,9 Prozent sehr hoch. Die Tarifverdienste stiegen in den drei Jahren zweimal um je 1,4 Prozent (2021 und 2022) und 2023 dann um 2,4 Prozent.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Microsoft will 4800 Stellen abbauen

Der US-Konzern Microsoft hat den Abbau von 4800 Stellen angekündigt. Betroffen sind die Bereiche für Xbox-Spielkonsolen und Geschäftskunden, wie Microsoft am Montag mitteilte. Ende Juni hatte das Unternehmen eine deutliche Preissteigerung für die Xbox angekündigt.

Netanjahu warnt Trump vor Kampfjet-Verkauf an Erdogan

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu US-Präsident Donald Trump vor dem Verkauf von Kampfjets an die Türkei gewarnt. Netanjahu sagte am Montag dem US-Sender Fox News, die Türkei dürfe keine F35-Maschinen oder Kampfjet-Triebwerke erhalten. Dies würde "das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten stören", das durch die israelische Lufthoheit garantiert werde und durch das US-Militär in der Region.

Wissenschaftsrat: Kritisches Denken lässt sich nicht an KI delegieren

Der Wissenschaftsrat hat vor möglichen negativen Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auf die Hochschulen gewarnt. "Kritisches Denken lässt sich nicht an eine KI delegieren", erklärte der Vorsitzende des Expertengremiums, Wolfgang Wick, am Montag in Köln. "Wir müssen die unabhängige menschliche Urteilsfähigkeit in einer Welt erhalten, die immer mehr algorithmisch durchdrungenen ist."

Regierungsfraktionen für Änderungen an neuem Heizungsgesetz - Kritik bleibt

Die Bundestagsfraktionen der Regierungsparteien schlagen eine Reihe von Änderungen am Regierungsentwurf für ein neues Heizungsgesetz vor. Unter anderem soll noch in diesem Jahr ein weiteres Gesetz verabschiedet werden, das eine vollständige Umstellung auf alternative Brennstoffe für Öl- und Gasheizungen bis 2045 vorsieht. Das geht aus einem Änderungsantrag der Unions- und SPD-Fraktionen zum sogenannten Gebäudemodernisierungsgesetz hervor, der am Montag der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

Textgröße ändern: