Pallade Veneta - Trump zu Panamakanal: "Wir holen ihn uns zurück"

Trump zu Panamakanal: "Wir holen ihn uns zurück"


Trump zu Panamakanal: "Wir holen ihn uns zurück"
Trump zu Panamakanal: "Wir holen ihn uns zurück" / Foto: MARTIN BERNETTI - AFP

US-Präsident Donald Trump hat den Verkauf zweier Häfen am Panamakanal an ein US-Konsortium für sich reklamiert. "Um unsere nationale Sicherheit weiter zu verbessern, wird meine Regierung den Panamakanal zurückgewinnen, und wir haben bereits damit begonnen", sagte Trump am Dienstag in einer Rede vor dem Kongress. "Wir holen ihn uns zurück."

Textgröße ändern:

Der derzeitige Betreiber der Häfen an beiden Enden des Panamakanals, das Hongkonger Unternehmen Hutchison, hatte zuvor angekündigt, diese zu verkaufen. 90 Prozent der Anteile an der Panama Ports Company sowie Anteile an weiteren Häfen außerhalb Chinas sollen für 19 Milliarden Dollar an eine Gruppe von Unternehmen unter Leitung des Investors Blackrock gehen.

Die Panama Ports Company - eine Tochtergesellschaft der CK Hutchison Holdings des Hongkonger Milliardärs Li Ka Shing - verwaltet derzeit die Häfen Cristóbal auf der Atlantikseite und Balboa auf der Pazifikseite des Kanals. Im Jahr 2021 war eine entsprechende Vereinbarung automatisch um weitere 25 Jahre verlängert worden. Trump hatte in den vergangenen Wochen wiederholt den seiner Auffassung nach zu großen chinesischen Einfluss auf die bedeutsame Wasserstraße angeprangert.

Hutchison wies einen politischen Hintergrund des angekündigten Geschäfts zurück. "Ich möchte betonen, dass die Transaktion rein kommerzieller Natur ist und nichts mit den jüngsten politischen Berichten über die Panama-Häfen zu tun hat", sagte Ko-Geschäftsführer Frank Sixt. Das Geschäft sei "das Ergebnis eines schnellen, diskreten, aber wettbewerbsorientierten Prozesses, in dem zahlreiche Angebote und Interessensbekundungen eingegangen sind".

Die panamaische Regierung erklärte ihrerseits, der Verkauf sei "eine globale Transaktion zwischen privaten Unternehmen, die von gegenseitigen Interessen geleitet wird". Blackrock-Chef Larry Fink lobte das Geschäft als gute Investition. "Diese Häfen von Weltrang ermöglichen globales Wachstum."

Die von den USA gebaute Wasserstraße war im Jahr 1914 eröffnet worden. 1977 unterzeichneten der damalige US-Präsident Jimmy Carter und der damalige panamaische Militärmachthaber Omar Torrijos ein Abkommen zur Übergabe des Kanals an Panama, 1999 übernahm der panamaische Staat die Kontrolle.

Der Panamakanal hat eine zentrale Bedeutung für den Welthandel, da er Schiffen die langwierige Umschiffung Südamerikas erspart. Die Staaten, die den Panamakanal am intensivsten nutzen, sind die USA, China, Japan und Südkorea.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Wirtschaftspolitik in Krisenzeiten: Nobelpreis geht an US-Ökonomen Woodford und Hall

Für die Entwicklung neuer Modelle zum Umgang mit Rezessionen und anderen Krisen werden die beiden US-Forscher Michael Woodford und Robert Hall mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. Sie hätten neue makroökonomische Modelle zur Umsetzung wirksamer Stabilisierungsmaßnahmen entwickelt, teilte die Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm am Montag mit. Auf Grundlage dieser Modelle "können rechtzeitig ergriffene finanz- und geldpolitische Maßnahmen die Schwankungen der Konjunktur abfedern".

Macron stellt deutsch-französischen Auto-Kompromiss in Aussicht

Präsident Emmanuel Macron hat eine "unmittelbar bevorstehende Einigung" zwischen Frankreich und Deutschland zum Schutz der europäischen Autoindustrie gegen die asiatische Konkurrenz angekündigt. "Wir sind gerade dabei, eine Vereinbarung mit unseren deutschen Partnern abzuschließen, damit Europa vorankommen kann, um unsere Industrie besser zu schützen", sagte Macron am Montag zum Auftakt der 91. Pariser Automesse.

Nur noch 350.000 im Jahr: EU halbiert Hybridauto-Importe aus China

Die EU will ihre Autobauer unterstützen und halbiert deshalb die Importe an Plugin-Hybriden der Konkurrenz aus China. Künftig sollen pro Jahr nur noch 350.000 Hybridautos aus China in die EU verkauft werden dürfen, wie ein EU-Beamter am Montag in Brüssel mitteilte. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte er. Die EU und China hatten sich in der vergangenen Woche auf eine Begrenzung geeinigt.

EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe auf 350.000 pro Jahr

Die EU begrenzt die Importe chinesischer Hybridautos auf 350.000 Fahrzeuge im Jahr. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte ein EU-Beamter am Montag in Brüssel. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hatte sich in der vergangenen Woche in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao auf eine Begrenzung geeinigt.

Textgröße ändern: