Pallade Veneta - Wegen Aufschlag auf Strom aus Ontario: Trump wirft Kanada Zollmissbrauch vor

Wegen Aufschlag auf Strom aus Ontario: Trump wirft Kanada Zollmissbrauch vor


Wegen Aufschlag auf Strom aus Ontario: Trump wirft Kanada Zollmissbrauch vor
Wegen Aufschlag auf Strom aus Ontario: Trump wirft Kanada Zollmissbrauch vor / Foto: BILL PUGLIANO - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat Kanada den Missbrauch von Zöllen vorgeworfen. Nachdem die kanadische Provinz Ontario drei US-Bundesstaaten mit einem Stromzuschlag belegt hatte, erklärte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social, das Land missbrauche seit jeher Zölle. Die USA allerdings würden "Kanada nicht länger subventionieren", fügte er hinzu. "Wir brauchen eure Autos nicht, wir brauchen euer Holz nicht, wir brauchen eure Energie nicht, und sehr bald werdet Ihr das herausfinden."

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Zuvor hatte der Regierungschef von Ontario, Doug Ford, erklärt, dass Stromexporte nach Michigan, Minnesota und New York um einen Aufschlag von 25 Prozent verteuert würden. In diese US-Bundesstaaten exportiert die Provinz Elektrizität für die Versorgung von etwa 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen. Die Provinz dürfe einen solchen Aufschlag gar nicht erheben, erklärte Trump.

Seit seinem Amtsantritt hat der US-Präsident die Zölle auf Importe aus China erhöht und Zölle gegen die US-Freihandelspartner Mexiko und Kanada verhängt. Am vergangenen Donnerstag ruderte Trump im Zollstreit mit Mexiko und Kanada zurück und setzte die Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen beide Länder teilweise bis zum 2. April aus.

Ab Mittwoch sollen aber Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Kraft treten. Trump hat zudem zahlreiche weitere Aufschläge angedroht - so etwa "reziproke" Zölle für alle Länder, die er ebenfalls für den 2. April vorsieht. Das schien der US-Präsident am Montag in seinem Onlinebeitrag zu bestätigen: "Da unsere Zölle reziprok sind, bekommen wir am 2. April einfach alles zurück."

Trotz Pause für einen Teil der Strafzölle sind immernoch rund 62 Prozent der kanadischen Ausfuhren in die USA von Aufschlägen betroffen - auch wenn ein Großteil davon Energielieferungen sind, auf die niedrigerer Aufschlag fällig wird. Ontarios Regierungschef Ford erklärte am Montag, dass die Provinz nicht nachgeben werde, bis überhaupt keine Zölle mehr drohten. Er scheue nicht vor weiteren Anstiegen zurück und "wenn die USA eskalieren, werde ich nicht zögern, die Elektrizität ganz abzuschalten".

Minnesotas Gouverneur Tim Walz, der als Vize-Präsidentschaftskandidat für die Demokraten angetreten war, erklärte im Onlinedienst X, dass die Menschen in seinem Bundesstaat "die ersten Opfer von Trumps Handelskrieg" seien. "Minnesota kann sich Trumps von Milliardären gesteuerte Wirtschaft nicht leisten. Wir müssen diesem Wahnsinn Einhalt gebieten."

F.Abruzzese--PV

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