Pallade Veneta - Volocopter sieht durch Übernahme Zukunft in Bruchsal gesichert

Volocopter sieht durch Übernahme Zukunft in Bruchsal gesichert


Volocopter sieht durch Übernahme Zukunft in Bruchsal gesichert
Volocopter sieht durch Übernahme Zukunft in Bruchsal gesichert / Foto: JULIEN DE ROSA - AFP/Archiv

Der Flugtaxihersteller Volocopter aus Bruchsal in Baden-Württemberg sieht nach der Übernahme durch den chinesischen Konzern Wanfeng seine Zukunft am Standort Deutschland gesichert. Die Wanfeng-Tochter Diamond Aircraft mit Sitz in Wien integriere Volocopter und stelle den Flugtaxihersteller neu auf, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Ziele seien nun eine weitere Kostensenkung sowie eine Musterzulassung für den Betrieb von Volocopter-Flugtaxis in diesem Jahr.

Textgröße ändern:

Der Autozulieferer Zhejiang Wanfeng Auto Wheel hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, dass er Volocopter für zehn Millionen Euro kaufen wolle - die Summe liegt weit unter den 42 Millionen Euro, mit denen Volocopter zuletzt bewertet worden war.

Diamond Aircraft aus Wien ist laut Volocopter ein Flugzeughersteller mit über vier Jahrzehnten Erfahrung im internationalen Betrieb; die Firma ist eine Tochter der Luftfahrtsparte von Wanfeng. Mit der Integration von Volocopter erweitere Diamond Aircraft nun sein Angebot um elektrische Senkrechtstarter von Volocopter. Der "Volocity" solle sich "langfristig erfolgreich weiterentwickeln, wettbewerbsfähig bleiben und einen richtungsweisenden Beitrag zur nachhaltigen Luftfahrtindustrie leisten", erklärte der Hersteller.

Volocopter hatte im Dezember Insolvenz angemeldet und sich auf die Suche nach Investoren gemacht. Der Geschäftsbetrieb lief nach Unternehmensangaben weiter. Auch der Konkurrent Lilium ist pleite.

Beide Unternehmen hatten sich angesichts hoher Kosten für die Entwicklung von Flugtaxis auch um staatliche Förderung bemüht, waren damit jedoch gescheitert.

Volocopter war 2011 gegründet worden, Lilium 2015. Volocopter steht nach eigenen Angaben kurz vor der Zulassung seines Flugtaxis Volocity. Im vergangenen Sommer wollte Volocopter die Olympischen Spiele in Paris nutzen, um sein elektrisches, senkrecht startendes und landendes Flugtaxi vorzustellen. Das Unternehmen erhielt letztlich aber keine Genehmigung.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe auf 350.000 pro Jahr

Die EU begrenzt die Importe chinesischer Hybridautos auf 350.000 Fahrzeuge im Jahr. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte ein EU-Beamter am Montag in Brüssel. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hatte sich in der vergangenen Woche in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao auf eine Begrenzung geeinigt.

Alexander Schweitzer soll neuer Arbeitsminister werden

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas (SPD) als Arbeitsministerin soll der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ihr Nachfolger im Kabinett werden. Das wurde der Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Parteikreisen bestätigt. Bas hatte zuvor ihren Rücktritt vom Ko-Parteivorsitz und von ihrem Ministeramt erklärt.

Bärbel Bas tritt als SPD-Chefin und Arbeitsministerin zurück

Als Konsequenz aus "öffentlichen Angriffen" und nach dem Tod ihrer Stieftochter tritt Bärbel Bas als SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin zurück. Sie habe ihren Ko-Parteivorsitzenden und Vizekanzler Lars Klingbeil darüber informiert, dass sie ihr Amt als Parteivorsitzende "mit dem heutigen Tag" niederlege, erklärte Bas am Montag in Berlin. Gleichzeitig habe sie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gebeten, sie aus dem Amt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales zu entlassen. In einer persönlichen Erklärung prangerte sie "öffentliche Angriffe" auch von Seiten der Union an.

Trotz Trumps verkündeter Energie-Waffenruhe: Selenskyj spricht von neuen russischen Angriffen auf Energieanlagen

Trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau hat Russland nach Angaben des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj Energieanlagen in der Ukraine angegriffen. Betroffen seien ein Kraftwerk in Kiew und Energieanlagen im Nordosten der Ukraine, erklärte Selenskyj am Sonntagabend. Trump hatte zuvor einen Diesel-Deal mit Russland verkündet, der sowohl in den USA als auch bei Ukraine-Verbündeten auf scharfe Kritik stieß.

Textgröße ändern: