Pallade Veneta - Schweden investiert massiv in Zivilschutzbunker

Schweden investiert massiv in Zivilschutzbunker


Schweden investiert massiv in Zivilschutzbunker
Schweden investiert massiv in Zivilschutzbunker / Foto: Gints Ivuskans - AFP/Archiv

Angesichts der internationalen Sicherheitslage will Schweden 100 Millionen Kronen (gut neun Millionen Euro) in die Modernisierung seiner Zivilschutzbunker investieren. Die Überprüfung und Modernisierung der rund 64.000 Bunker werde "zwei bis drei Jahre" dauern, erklärte die schwedische Zivilschutzbehörde (MSB). Aus Regierungskreisen war wiederholt vor einer drohenden Kriegsgefahr gewarnt worden.

Textgröße ändern:

Die 64.000 Zivilschutzbunker des nordeuropäischen Landes sollen rund sieben Millionen Menschen Schutz bieten. Einige von ihnen sind groß genug, um Tausende von Menschen gleichzeitig zu beherbergen.

Laut der schwedischen Zivilschutzbehörde (MSB) sollen die Bunker vor Schockwellen und Bombensplittern schützen, aber auch vor Atomwaffenexplosionen, radioaktivem Niederschlag sowie Angriffen mit chemischen und biologischen Waffen. An 25 großen Schutzräumen haben die Renovierungsarbeiten den Angaben zufolge bereits begonnen. In die Einsatzfähigkeit der Rettungsdienste, Medikamentenvorräte und Cybersicherheit soll ebenfalls investiert werden.

Nach dem Ende des Kalten Krieges hatte Schweden in den 1990er-Jahren seine Ausgaben für das Militär stark zurückgefahren. Nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im Jahr 2014 investierte die Regierung aber wieder verstärkt in die Sicherheit des Landes. Rund ein Jahr nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 trat das bis dahin bündnisfreie Schweden der Nato bei.

In der vergangenen Woche hatte Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson angekündigt, dass das Land seine Verteidigungsausgaben bis 2030 von derzeit 2,4 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) erhöhen werde. Kristersson sprach von der "größten Aufrüstung" in seinem Land seit dem Kalten Krieg.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Bill Gates warnt vor Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat vor einer Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen im kommenden Jahr gewarnt. Die Gefahr einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz bestehe in den kommenden Jahren eher nicht, sagte Gates am Sonntag dem US-Sender ABC News. Viel größer sei die Gefahr, dass "schlechte Menschen" KI-Systeme ohne Schutzvorkehrungen für Cyberangriffe oder Bioterrorismus nutzten.

Angriffe auf Flughafen: Reiche muss Rückflug von Konferenz in Riad umplanen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nimmt inmitten der anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Flughäfen in Saudi-Arabien an einer Energiekonferenz in der saudiarabischen Hauptstadt Riad teil - und muss nun ihre Rückreise umplanen. Aufgrund der Sperrung des internationalen Flughafens in Riad könne "die für morgen geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden", erklärte eine Ministeriumssprecherin am Sonntagabend.

Trump meldet "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine

Russland und die Ukraine haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen. Mit "sofortiger Wirkung" gelte eine "Energie-Waffenruhe" im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Weitere Details nannte er zunächst nicht.

Huthis drohen nach tödlichem Angriff auf Flughafen in Riad mit weiteren Attacken

Nach einem Angriff mit zwölf Todesopfern und hunderten Verletzten in Riad hat die pro-iranische Huthi-Miliz mit weiteren Attacken auf Flughäfen in Saudi-Arabien gedroht. Reisende, Beschäftigte und Luftfahrtunternehmen sollten diese nicht nutzen, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X. Die EU, die UNO und die Bundesregierung verurteilten den Angriff vom Samstag. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gegen die Huthis kündigte eine entschiedene Reaktion an.

Textgröße ändern: