Pallade Veneta - RKI: Schätzungsweise 2800 Hitzetote in Deutschland in vergangenem Jahr

RKI: Schätzungsweise 2800 Hitzetote in Deutschland in vergangenem Jahr


RKI: Schätzungsweise 2800 Hitzetote in Deutschland in vergangenem Jahr
RKI: Schätzungsweise 2800 Hitzetote in Deutschland in vergangenem Jahr / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland schätzungsweise rund 2800 Hitzetote gegeben. Das waren fast so viele wie im Jahr 2023, als etwa 3100 Menschen infolge der Hitze gestorben waren, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag berichtete.

Textgröße ändern:

Damit liegen die vergangenen beiden Jahre der Behörde zufolge etwa im Bereich der durchschnittlichen Zahl von 3300 hitzebedingten Sterbefällen in den Jahren 2013 bis 2022. Das liegt vor allem daran, dass es weniger Tage mit hohen Durchschnittstemperaturen gab als etwa in den Jahren 2018, 2020 und 2022.

Hitzebedingte Sterbefälle treten vor allem bei über 75-Jährigen auf und betreffen häufig Menschen mit psychischen Störungen wie Demenz sowie mit Herzkreislauf- oder Lungenerkrankungen.

Die höchsten Zahlen hitzebedingter Sterbefälle wurden demnach in den Jahren 1994 und 2003 erfasst. Damals gab es schätzungsweise jeweils rund zehntausend Hitzetote. Nach 2007 wirkten sich hohe Temperaturen zwar in geringerem Maße auf die Sterblichkeit aus als in den Jahren davor, die Mortalität blieb aber auf ähnlichem Niveau. Seit 2013 gibt es dem RKI zufolge eine Verdichtung von Sommern mit einer mittleren und hohen Zahl hitzebedingter Sterbefälle.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze rückten in den vergangenen Jahren immer stärker in den Fokus von Forschung und Öffentlichkeit. Insbesondere in älteren Altersgruppen zeigt sich ein systematischer Zusammenhang zwischen hohen Außentemperaturen und erhöhten Sterberaten.

Die Gründe dafür reichen von Todesfällen durch Hitzeschlag bis zu komplexeren Konstellationen, etwa bei Menschen mit vorbestehenden Herzkreislauf-, Lungen- oder Demenzerkrankungen. In diesen Fällen wird üblicherweise die Grunderkrankung in der Todesursachenstatistik erfasst. Daher wird die Gesamtzahl hitzebedingter Sterbefälle anhand statistischer Methoden geschätzt.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und Polizei am Rande einer Demo in Brüssel

Nach tagelangen Schülerprotesten in belgischen Städten ist es am Rande einer Demonstration gegen Sparmaßnahmen in Brüssel zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Die Polizei erklärte am Freitag, sie sei von zum Teil maskierten Jugendlichen mit Stöcken und Flaschen angegriffen worden und habe daraufhin Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Demnach handelte es sich um "mehrere hunderte Jugendliche", die sich den Demonstranten angeschlossen hätten.

Textgröße ändern: