Pallade Veneta - Bahnindustrie mit Rekordumsatz - Digitalisierung läuft weiter schleppend

Bahnindustrie mit Rekordumsatz - Digitalisierung läuft weiter schleppend


Bahnindustrie mit Rekordumsatz - Digitalisierung läuft weiter schleppend
Bahnindustrie mit Rekordumsatz - Digitalisierung läuft weiter schleppend / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Die Unternehmen der Bahnbranche in Deutschland haben für das vergangene Jahr einen Rekordumsatz gemeldet. Wie der Verband der Bahnindustrie (VDB) am Dienstag mitteilte, erreichte der Umsatz mit 15 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Weiter schleppend läuft allerdings die Digitalisierung der Schiene.

Textgröße ändern:

Insbesondere die Infrastruktursparte trug laut Angaben des VDB zu dem Rekordergebnis bei. Sie steigerte ihren Umsatz 2024 auf 4,5 Milliarden Euro. Besonders stark wuchs der Markt mit 14 Prozent in Deutschland, auch die insgesamt rückläufige Nachfrage stieg auf dem Heimatmarkt an. Dabei profitierte die Bahnindustrie von deutlich mehr Mitteln aus dem Bundeshaushalt.

"Wir haben gezeigt, dass wir einen Mittelaufwuchs verbauen können", erklärte VDB-Präsident Andre Rodenbeck. Für eine Modernisierung des gesamten Netzes brauche es jedoch längerfristige Investitionsperspektiven und "schlankere Prozesse".

"Sorgenkind" bleibt dem Verband zufolge weiterhin die schleppende Digitalisierung der Schiene. Deutschlandweit sollen unter anderem nach und nach Stellwerke mit dem neuen digitalen europäischen Zugsicherungssystems, des European Train Control System (ETCS) erneuert werden. Allerdings ist die Finanzierung laut Branchenverband "in der neuen Legislaturperiode noch ungewiss". Mit aktueller Geschwindigkeit sei der Ausbau erst 2085 abgeschlossen.

"Insgesamt muss der Weg des Geldes vom Haushalt in die Praxis gesichert, verkürzt und vereinfacht werden", forderte VDB-Hauptgeschäftsführerin Sarah Stark. Dazu gehöre die Schaffung langfristig gesicherter Schienenfonds, die Modernisierung der Stellwerke in drei Phasen und die finanzielle Förderung der Digitalisierung von rund 13.000 Bestandsfahrzeugen.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und Polizei am Rande einer Demo in Brüssel

Nach tagelangen Schülerprotesten in belgischen Städten ist es am Rande einer Demonstration gegen Sparmaßnahmen in Brüssel zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Die Polizei erklärte am Freitag, sie sei von zum Teil maskierten Jugendlichen mit Stöcken und Flaschen angegriffen worden und habe daraufhin Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Demnach handelte es sich um "mehrere hunderte Jugendliche", die sich den Demonstranten angeschlossen hätten.

Textgröße ändern: