Pallade Veneta - Neues US-Gesetz und Entspannung im Zollkonflikt bescheren Bitcoin Höhenflug

Neues US-Gesetz und Entspannung im Zollkonflikt bescheren Bitcoin Höhenflug


Neues US-Gesetz und Entspannung im Zollkonflikt bescheren Bitcoin Höhenflug
Neues US-Gesetz und Entspannung im Zollkonflikt bescheren Bitcoin Höhenflug / Foto: Peter PARKS - AFP/Archiv

Ein neues US-Gesetz für die Regulierung bestimmter Kryptowährungen sowie die tendenzielle Entspannung im Zollkonflikt der USA mit anderen Ländern bescheren dem Bitcoin derzeit einen Höhenflug. Die nach Marktwert wichtigste Kryptowährung erreichte am Donnerstag einen weiteren Höchstand, nachdem der vorherige Rekord vom 20. Januar bereits am Mittwoch kurzzeitig eingestellt worden war. Zwischenzeitlich wurde ein Bitcoin am Donnerstag für 111.878,26 Dollar gehandelt, nach einem Höchstand von knapp 109.500 am Vortag.

Textgröße ändern:

Die US-Regierung arbeitet derzeit an einem neuen Regulierungsrahmen für sogenannte Stablecoins, also digitale Währungen, die mit traditionellen Währungen wie dem Dollar hinterlegt sind und daher als stabiler gelten. Der Entwurf des sogenannten Genius-Gesetzes (Guidance and Implementing a National Innovation for US Stablecoins) wurde in dieser Woche vom US-Senat angenommen.

"Diese regulatorischen Fortschritte haben das Vertrauen der Anleger wiederbelebt, die darin eine konkrete Antwort auf die Rechtsunsicherheit sehen, welche die Branche der digitalen Vermögenswerte seit langem belastet", erklärten Analysten von CoinShares. Die USA hätten "Krypto und digitale Assets inzwischen als strategisches Kernthema ihrer Finanz- und Wirtschaftspolitik" begriffen, erklärte Eric Demuth, Ko-Gründer der Kryptoplattform Bitpanda.

Der Bitcoin-Kurs war nach dem Wahlsieg von Donald Trump Anfang November angestiegen, weil er im Wahlkampf eine weniger strenge Regulierung von Kryptowährungen versprochen hatte. In den Wochen nach seiner Amtseinführung sackte der Kurs jedoch wieder ab, weil die Regierung mit konkreten Maßnahmen auf sich warten ließ.

Mit Trumps Zolloffensive, die ein Beben an den weltweiten Finanzmärkten auslöste, verloren Kryptowährungen zudem besonders stark. Denn in Zeiten großer Unsicherheit meiden Anleger besonders risikoreiche Investements. Die Kurse profitierten zuletzt wiederum besonders stark davon, dass die USA eine Vereinbarung für Zollsenkungen mit Großbritannien und später auch mit China erzielten.

Kryptowährungen ermöglichen digitalen Zahlungsverkehr, ohne dass dieser von Banken kontrolliert wird. Während Befürworter in den Digitalwährungen die Zukunft des Finanzsystems sehen, warnen Kritiker vor den starken Schwankungen der Kurse und befürchten eine Spekulationsblase. Auch gibt es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten bei kriminellen Aktivitäten.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

CDU-Politiker Kuban fordert Söder zu Verzicht auf Mütterrenten-Ausweitung auf

Vor dem Koalitionsausschuss hat der CDU-Wirtschaftsexperte Tilman Kuban den CSU-Chef Markus Söder zum Verzicht auf die Ausweitung der Mütterrente aufgefordert. "Wenn wir jetzt Haushaltslöcher stopfen und Steuerentlastungen auf den Weg bringen wollen, liegt hier eine große Chance für Markus Söder", sagt Kuban dem "Focus" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Söder könne den Ball ins Rollen bringen, indem er sage, er sei bereit, auf die Ausweitung der Mütterrente zu verzichten, um so fünf Milliarden Euro pro Jahr zu sparen.

EU führt neuen Zoll auf Päckchen ein

Die Europäische Union führt ab Mittwoch einen neuen Zoll auf Päckchen aus Ländern außerhalb der EU ein. Pro Bestellung werden mindestens drei Euro fällig. Die EU will damit eine Paketflut eindämmen, die in den vergangenen Jahren mit der Beliebtheit von Onlinehändlern wie Shein und Temu gewachsen ist und für Probleme in den Zollbehörden sorgt.

Umsetzung von US-Zolldeal in der EU tritt in Kraft

Die Europäische Union setzt am Mittwoch ihre Zollvereinbarung mit US-Präsident Donald Trump aus dem vergangenen Jahr um. Um Mitternacht fielen europäische Zölle auf US-Industrieprodukte weg. Die EU hält damit eine von Trump gesetzte Frist am 4. Juli ein.

US-Regierung hebt Exportbeschränkungen für Anthropic-Modelle auf

Die US-Regierung hat ihre Exportbeschränkungen für besonders leistungsstarke KI-Modelle des Anthropic-Konzerns aufgehoben. Der weltweite Zugang zu den Modellen Fable 5 und Mythos 5 solle deshalb wieder möglich gemacht werden, teilte das US-Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) mit. Zuvor hatten die US-Behörden den Zugang zu den KI-Modellen beschränkt und dies mit Gründen der "nationalen Sicherheit" begründet.

Textgröße ändern: