Pallade Veneta - Verband: Altkleidersammlung in Deutschland mit massiven Problemen

Verband: Altkleidersammlung in Deutschland mit massiven Problemen


Verband: Altkleidersammlung in Deutschland mit massiven Problemen
Verband: Altkleidersammlung in Deutschland mit massiven Problemen / Foto: Stefani Reynolds - AFP

Die Altkleidersammlung in Deutschland ist nach Angaben der Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ) "akut bedroht". Wie der Verband in Osnabrück am Montag mitteilte, ist die "flächendeckende Sammlung" in vielen Regionen "bereits nicht mehr gewährleistet". Gründe dafür sind unter anderem hohe Kosten und eine schlechtere Qualität der gesammelten Kleidung. Das hänge auch mit einer neuen EU-Richtlinie zusammen.

Textgröße ändern:

Seit Beginn des Jahres wird laut GftZ vermehrt minderwertige Ware "mit hohem Anteil an Störstoffen" wie etwa Restabfällen, in Altkleidersammlungen gefunden. Die Sammel- und Sortierbetriebe seien überfordert, immer mehr dieser Betriebe im gemeinnützigen und privaten Bereich "sehen sich gezwungen, ihre langfristig etablierten Strukturen aufzugeben".

Seit Januar gilt eine neue EU-Richtlinie, wonach alte Kleidung und andere Textilien nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden dürfen. Die Getrenntsammlungspflicht für Textilabfälle in der EU wurde eingeführt, damit mehr Textilien wiederverwendet oder recycelt werden. Allerdings gilt das laut Verbraucherschutzverbänden nicht für verschlissene oder besonders schmutzige Kleidung - sie landet nun offenbar vermehrt in den Sammelcontainern.

Der Verband forderte die Politik auf, sofort mit der Umsetzung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien zu beginnen: Hersteller sollen dazu verpflichtet werden, die Abfallsammlung und -behandlung mitzufinanzieren. Altkleidersammler müssten "endlich angemessen entlohnt werden". Die Öffentlichkeit müsse "intensiver" aufgeklärt werden, um Fehlwürfe und Missbrauch zu verhindern.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Merz reist zu Industriegipfel nach Belgien

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt am Mittwoch an einem Industriegipfel in der belgischen Stadt Antwerpen teil. Er soll dort gegen 17.30 Uhr eine Rede vor Industrievertretern halten, unter anderem aus der Chemie- und Stahlbranche. Neben Merz werden der belgische Regierungschef Bart De Wever, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet.

US-Medien: Britney Spears verkauft Rechte an ihrer Musik für 200 Millionen Dollar

Die US-Popsängerin Britney Spears hat die Rechte an ihrer Musik US-Medienberichten zufolge für rund 200 Millionen Dollar (168 Millionen Euro) verkauft. Spears' Songs seien von dem Unterhaltungsunternehmen Primary Wave erworben worden, das bereits die Rechte an der Musik von Whitney Houston, Bob Marley, Prince und weiteren Künstlern besitzt, berichteten US-Medien am Dienstag. Im Jahr 2023 hatte der kanadische Sänger Justin Bieber die Rechte an seinem Werk für einen ähnlichen Wert verkauft.

"Gestapo"-Methoden: ICE-Chef wehrt sich im Kongress gegen harte Vorwürfe

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger in Minneapolis haben Abgeordnete der Demokraten scharfe Vorwürfe gegen die Einwanderungsbehörde ICE erhoben. Bei einer Kongressanhörung am Dienstag in Washington sprachen Oppositionspolitiker von "Gestapo"-Methoden. Der amtierende ICE-Chef Todd Lyons verbat sich solche Vergleiche und verteidigte die Abschiebepolitik von Präsident Donald Trump.

Gewerkschaften rufen für Donnerstag zu Streik bei Lufthansa auf

Im Streit um die betriebliche Altersvorsorge ruft die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit für Donnerstag zu einem Streik bei der Lufthansa auf. Der VC-Aufruf beziehe sich auf die Kernmarke Lufthansa und die Frachtsparte Cargo, bestätigte eine Sprecherin der Pilotengewerkschaft der Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) rief ihrerseits im selben Zeitraum das Kabinenpersonal der Lufthansa CityLine zu einem Warnstreik auf.

Textgröße ändern: