Pallade Veneta - Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will Düngevorgaben lockern

Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will Düngevorgaben lockern


Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will Düngevorgaben lockern
Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will Düngevorgaben lockern / Foto: EVARISTO SA - AFP

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) will die Vorgaben für landwirtschaftliche Betriebe beim Düngen deutlich lockern. Sein Ministerium schlug am Dienstag vor, die sogenannte Stoffstrombilanzverordnung abzuschaffen. Landwirte müssten dann die Zu- und Abfuhr von Nährstoffen auf ihren Flächen nicht mehr dokumentieren. Das wäre eine "erste spürbare Entlastungen im landwirtschaftlichen Alltag", erklärte das Bundeslandwirtschaftsministerium. Wasserwirtschaft und Umweltverbände kritisierten dies scharf.

Textgröße ändern:

"Wir haben als Koalition versprochen, überbordende Bürokratie abzubauen", erklärte Rainer. "Ein Zuviel an Bürokratie ist der größte Hemmschuh für wirtschaftliches Wachstum." Landwirtinnen und Landwirte seien bislang verpflichtet, "extrem detailliert" Buch zu führen. Die deutschen Vorgaben würden damit sogar über die EU-Regeln hinausgehen. "Also weg damit", forderte der Minister.

Die Stoffstrombilanzverordnung war 2018 von der damaligen großen Koalition eingeführt worden. Sie verpflichtet Betriebe ab einer bestimmten Größe einerseits, darüber Buch zu führen, wie viele Nährstoffe auf den Hof gelangen - etwa in Form von Futtermitteln für Tiere. Zum anderen müssen sie festhalten, wie viele Nährstoffe den Betrieb wieder verlassen - beispielsweise in Form von Gülle.

Hintergrund war ein jahrelanger Streit mit der EU-Kommission, weil in vielen Gegenden in Deutschland das Grundwasser zu stark nitratbelastet ist. 2018 verurteilte der Europäische Gerichtshof die Bundesrepublik, weil über Jahre hinweg nicht genug gegen das Problem unternommen worden war. Rainers Vorgänger als Bundeslandwirtschaftsminister, Cem Özdemir (Grüne), hatte 2023 eine weitere Reform des Düngegesetzes auf den Weg gebracht, woraufhin die EU-Kommission ihr Verfahren schließlich einstellte.

Allerdings scheiterte das neue Düngegesetz am Widerstand der Bundesländer. Unter anderem zu einer geplanten Weiterentwicklung und Ausweitung der Stoffstrombilanzverordnung kam es nicht. Nun soll sie ganz abgeschafft werden. Die Regelung habe sich "als bürokratisch, praxisfern und wenig zielführend erwiesen", erklärte das Bundeslandwirtschaftsministerium.

Vertreter der Wasserwirtschaft und Umweltverbände kritisierten Rainers Pläne scharf. Er plane, "die Verordnung zur Erstellung eines Stoffstrombilanz quasi im Schnellverfahren aufzuheben", erklärte der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gemeinsam mit mehreren Umweltverbänden. Es brauche eine "verursachergerechte und gewässerschonende Düngepolitik" und daher eine Weiterentwicklung und vor allem eine Digitalisierung der einzelbetrieblichen Nährstoffbilanzierung. "Es besteht die Gefahr, dass die Aufweichung des Düngerechts in vielen Regionen zu einer Erhöhung der Nitrateinträge führt."

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Ethikbehörde: Trump-Trust investiert massiv in Meta und SpaceX

US-Präsident Donald Trump und seine Familie haben massiv in die Technologiekonzerne Meta und SpaceX investiert. Der Treuhandfonds, der Trumps Vermögenswerte verwaltet, habe im August Aktien der Instagram-Mutter Meta im Wert von bis zu 25 Millionen Dollar (gut 22 Millionen Euro) gekauft, teilte die US-Ethikbehörde (Office of Government Ethics, OGE) am Donnerstag mit. Dazu kämen Unternehmensanleihen des Raumfahrtunternehmens Space X im Wert von bis zu fünf Millionen Dollar.

Rückschlag für Italo: Gericht kassiert Vorgaben für mehr Wettbewerb für Deutsche Bahn

Erfolg für die Deutsche Bahn im Ringen um den Markteinstieg der italienischen Bahngesellschaft Italo in Deutschland: Die DB muss ihren Zugverkehr auf besonders belasteten Strecken laut einem Gerichtsurteil nun doch nicht zugunsten von Konkurrenten einschränken. Das Verwaltungsgericht Köln stufte am Donnerstag eine Wettbewerbsklausel für Fernverkehrsstrecken mit Kapazitätsobergrenzen per Eilbeschluss als rechtswidrig ein. Die Bahn begrüßte das Urteil. Italo erklärte, dennoch an seinem Plänen für einen Markteintritt im Jahr 2028 festhalten zu wollen.

Alex Bodi mizează, alături de CRIF, pe investiții transparente și pe prevenirea riguroasă a spălării banilor

Antreprenorul român Alex Bodi acordă o atenție deosebită prevenirii spălării banilor în cadrul planurilor sale actuale de investiții și dezvoltare internațională. Colaborarea contractuală cu CRIF urmărește să asigure un cadru solid pentru verificarea clienților, a partenerilor de afaceri și a legăturilor dintre companii. Obiectivul prioritar este respectarea permanentă a reglementărilor aplicabile în domeniul prevenirii și combaterii spălării banilor (AML) și, implicit, protejarea proiectelor sale economice împotriva riscurilor juridice, financiare și reputaționale care pot fi evitate.

Bundestag will grünes Licht für neue Bahnstrecke Hamburg-Hannover geben

Der Bundestag will grünes Licht für den Neu- und Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover geben. Am Mittwoch hatten im Verkehrsausschuss die Abgeordneten von Union, SPD, Grünen und Linken für eine entsprechende Beschlussempfehlung gestimmt, das Plenum sollte sich am Donnerstagabend damit befassen. Dieser Schritt ist die Voraussetzung dafür, dass die Deutsche Bahn das Projekt weiter planen kann.

Textgröße ändern: