Pallade Veneta - Hochzeit mit Neunjähriger in Disneyland inszeniert: Brite inhaftiert

Hochzeit mit Neunjähriger in Disneyland inszeniert: Brite inhaftiert


Hochzeit mit Neunjähriger in Disneyland inszeniert: Brite inhaftiert
Hochzeit mit Neunjähriger in Disneyland inszeniert: Brite inhaftiert / Foto: Ian LANGSDON - AFP/Archiv

Ein wegen pädokrimineller Taten vorbestrafter Brite, der seine Hochzeit mit einem neun Jahre alten Mädchen in Disneyland inszenieren und filmen lassen wollte, ist in Frankreich inhaftiert worden. Dem 39-Jährigen wird unter anderem Betrug und Vertrauensmissbrauch vorgeworfen. Er werde außerdem als Zeuge zur Verführung Minderjähriger befragt, teilte die Staatsanwaltschaft in Meaux am Dienstag mit.

Textgröße ändern:

Laut britischen Behörden war er in der Vergangenheit wegen sexueller Straftaten an Minderjährigen verurteilt worden. Er wurde zudem gesucht, weil er sich nicht an die Auflagen gehalten hatte, die mit der Registrierung als sexueller Straftäter verbunden sind.

Für die inszenierte Hochzeitsfeier war ein Teil des Vergnügungsparks am Samstagmorgen zwischen 05.00 und 07.00 Uhr gebucht worden. Etwa hundert französische Statisten, die per Anzeige davon erfahren hatten, waren dafür verpflichtet worden. Sie waren am Samstagmorgen mit Bussen aus Paris ins Disneyland gefahren worden.

Nach Angaben der Polizei hatte die Veranstaltung etwa 130.000 Euro gekostet und hätte gefilmt werden sollen. Zu welchem Zweck dies geschah, blieb zunächst jedoch unklar.

Der Mann, der den Brautvater hätte spielen sollen, habe sich geweigert, als er gemerkt habe, dass für die Rolle der Braut eine Neunjährige vorgesehen war, berichtete die Zeitung "Le Parisien".

Das Mädchen habe ein weißes Kleid mit Petticoat getragen. Schuhe mit sehr hohen Absätzen seien mit Klebeband an ihren Füßen befestigt worden, berichtete eine Augenzeugin der Zeitung. Der britische Mann war nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf professionelle Weise so stark geschminkt gewesen, dass er nicht zu erkennen gewesen sei.

Das Direktion des Vergnügungsparks - in dem regelmäßig private Feiern stattfinden - ließ die inszenierte Kinderhochzeit platzen und informierte die Polizei. Diese nahm den Briten und drei weitere Personen fest, darunter eine 24 Jahre alte Lettin, die die Veranstaltung organisiert haben soll.

Auch die Mutter der neun Jahre alten Kindes wurde vorübergehend festgenommen. Es war erst zwei Tage zuvor aus der Ukraine nach Paris gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erlitt es keinerlei physische oder sexuelle Gewalt.

Der Mann hatte die Veranstaltung nach Informationen der Ermittler unter einer falschen lettischen Identität gebucht. Ein Teil der Statisten habe nicht einmal gewusst, dass es sich um eine inszenierte Hochzeitsfeier handelte und reagierte mit Panik, als sie merkten, dass ein sehr junges Mädchen involviert war.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Bahn rät wegen Hitze von "allen nicht dringend notwendigen Reisen" ab

Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen haben ihre Fahrgäste wegen der Hitze aufgerufen, zu Hause zu bleiben. "Bitte vermeiden Sie heute und morgen alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr", erklärten die Bahn und der Bundesverband Schienennachverkehr (BSN) am Samstag. Gebuchte Tickets können kostenlos storniert werden.

Zuspruch für Abschaffung von Minijobs - Gastronomie will für Erhalt "kämpfen"

Die weitgehende Abschaffung sogenannter Minijobs trifft bei Ökonomen und Gewerkschaften auf Zustimmung. Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, begrüßte den Vorschlag der Rentenkommission. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erklärte, der Vorschlag decke sich mit ihrer langjährigen Haltung. Der Gaststättenverband Dehoga kündigte hingegen Widerstand an: "Wir werden mit aller Kraft für den Erhalt der Minijobs kämpfen", sagte Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

US-Tech-Aktien sacken ab - Anleger befürchten Blase

Die Aktien großer US-Tech-Unternehmen sind zum Wochenende hin abgesackt. Der Tech-Index Nasdaq gab zum Handelsbeginn in den USA am Freitag um ein Prozent nach. Hintergrund sind Sorgen, dass die hohen Kurse im Zuge der Entwicklung Künstlicher Intelligenz sich als Blase entpuppen könnten.

Niedersachsens Ministerpräsident Lies gegen radikale Sparpläne bei VW

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat sich gegen radikale Sparpläne beim Autokonzern Volkswagen gestellt. "Die Zukunft von Volkswagen wird nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stellt", erklärte er am Freitag. Medienberichten zufolge plant VW einen radikalen Konzernumbau mit massive Stellenstreichungen und mehreren Werksschließungen in Deutschland.

Textgröße ändern: