Pallade Veneta - Türkei beliefert Syrien mit Erdgas aus Aserbaidschan

Türkei beliefert Syrien mit Erdgas aus Aserbaidschan


Türkei beliefert Syrien mit Erdgas aus Aserbaidschan
Türkei beliefert Syrien mit Erdgas aus Aserbaidschan / Foto: HANDOUT - TURKISH ENERGY MINISTRY/AFP

Die Türkei hat die Lieferung von aserbaidschanischem Erdgas nach Syrien aufgenommen. "In der Anfangsphase können wir bis zu zwei Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Syrien exportieren", sagte der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar am Samstag bei einer Eröffnungszeremonie in der Stadt Kilis nahe der syrischen Grenze. Die Gas-Lieferungen sollten zu einer Normalisierung der Lage in Syrien beitragen, dessen Energieinfrastruktur während des jahrelangen Bürgerkriegs zu großen Teilen zerstört wurde.

Textgröße ändern:

Neben Bayraktar nahmen auch der syrische Energieminister, der aserbaidschanische Wirtschaftsminister und der Leiter des Entwicklungsfonds von Katar an der Zeremonie in Kilis teil.

Die Gaslieferungen sollen nach Angaben des türkischen Energieministers dazu beitragen, ein "Kraftwerk mit einer Leistung von rund 1200 Megawatt in Betrieb zu nehmen, das den Strombedarf von etwa fünf Millionen Haushalten decken wird". Zudem solle Erdgas nach Aleppo und von dort weiter nach Homs transportiert werden, damit "die dortigen Kraftwerke in naher Zukunft in Betrieb genommen werden können", fügte Bayraktar hinzu.

Katar finanziert seit März bereits Gaslieferungen über Jordanien. Damit werden in Syrien täglich 400 Megawatt Strom erzeugt.

Während des rund 14-jährigen Bürgerkriegs wurden weite Teile der syrischen Strom- und Gasinfrastruktur zerstört. Stromausfälle, die über 20 Stunden dauern können, sind keine Seltenheit. Nach Einschätzung der UNO dürfte Syrien mehr als 50 Jahre brauchen, um seine Wirtschaftskraft wieder auf das Niveau vor Beginn des Krieges in dem Land zu bringen.

Die von dem heutigen Übergangspräsidenten Ahmed al-Schaara angeführte islamistische HTS-Miliz und mit ihr verbündete Gruppierungen hatten den syrischen Langzeitmachthaber Baschar al-Assad im Dezember gestürzt. Die HTS ist ein früherer Zweig von Al-Kaida, hatte sich jedoch vor Jahren von dem Terrornetzwerk losgesagt. Der frühere Dschihadist al-Schaara bemüht sich seit seinem Amtsantritt um ein moderateres Image.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Regierung: Wirtschaft im Aufschwung - Wachstum aber nicht selbsttragend

Die Bundesregierung sieht die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs: Das Wirtschaftsministerium hob seine Prognose für das laufende Jahr um 0,8 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent an. Dafür verantwortlich seien jedoch maßgeblich die hohen staatlichen Ausgaben sowie Sondereffekte, von denen die Exportwirtschaft profitiert habe, heißt es in der Herbstprojektion. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte, das Wachstum sei nicht selbsttragend - sie drang auf Sozial- und Arbeitsmarktreformen.

Italo-Einstieg: Erfolg für DB in Gerichtsstreit gegen Beschluss von Netzagentur

Erfolg für die Deutsche Bahn im Ringen um den Markteinstieg der italienischen Bahngesellschaft Italo: Die DB muss ihren Zugverkehr auf besonders belasteten Strecken nicht zugunsten von Konkurrenten einschränken. Das Verwaltungsgericht Köln stufte am Donnerstag eine Wettbewerbsklausel für Fernverkehrsstrecken mit Kapazitätsobergrenzen per Eilbeschluss als rechtswidrig ein. Auch die Vorgabe, Konkurrenten an Bahnhöfen Platz für Lounges anbieten zu müssen, lehnte das Gericht ab. Die Bahn erklärte, das Urteil schaffe Klarheit.

Vaterschaftsanerkennung durch Transmann vor einigen Jahren kann unwirksam sein

Die Anerkennung der Vaterschaft für ein Kind durch einen Transmann ist unter Umständen unwirksam. Das betrifft die Zeit vor dem Selbstbestimmungsgesetz 2024, wenn er zum Zeitpunkt der Geburt des Babys rechtlich noch als Frau galt, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Donnerstag in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss entschied. Die Anerkennung werde auch nicht dadurch wirksam, dass schon mehr als fünf Jahre vergingen. (Az. XII ZB 456/25)

Experten: Bundesregierung beim Bürokratieabbau auf gutem Weg

Die Bundesregierung ist nach Ansicht von Experten beim Abbau der Bürokratie auf einem guten Weg - entscheidend ist nun die konkrete Umsetzung. Mit den Modernisierungsprogrammen sowie dem Zukunftspakt von Bund, Ländern und Kommunen habe die Bundesregierung wichtige Reformprogramme auf den Weg gebracht, stellte der sogenannte Normenkontrollrat (NKR) in seinem am Donnerstag vorgelegten Jahresbericht fest. "Die Richtung stimmt." Jetzt müssten aus Strategien aber konkrete Ergebnisse werden. Gleiches gelte für die geplanten, tiefgreifenden Strukturreformen.

Textgröße ändern: