Pallade Veneta - Umfrage: Mehrheit der Kinder nutzt ab sieben Jahren ein Smartphone

Umfrage: Mehrheit der Kinder nutzt ab sieben Jahren ein Smartphone


Umfrage: Mehrheit der Kinder nutzt ab sieben Jahren ein Smartphone
Umfrage: Mehrheit der Kinder nutzt ab sieben Jahren ein Smartphone / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Ab dem Alter von sieben Jahren nutzen die meisten Kinder in Deutschland ein Smartphone. Im Alter von neun Jahren besitzen sie mehrheitlich bereits ein eigenes Gerät, wie eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt. Dabei wünschen sich 63 Prozent der Eltern, ihre Kinder würden weniger Zeit mit dem Smartphone verbringen.

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Fast alle Eltern machen ihren Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren klare Vorgaben zu Nutzungszeit und Jugendschutzfunktionen, wie es weiter hieß. Ab 13 Jahren erlaubt die Mehrheit der Eltern uneingeschränkten Zugang zum Smartphone.

Nur 40 Prozent der Eltern der 13- bis 15-Jährigen kontrollieren demnach Inhalte oder setzen Zeitlimits. Bei den 16- bis 18-Jährigen sind es noch zehn Prozent.

Auch andere Geräte dürfen Kinder bereits in frühem Alter nutzen, wie aus der Umfrage weiter hervorgeht. Mit sieben Jahren nutzen die meisten Kinder einen PC oder ein Notebook. Mit acht Jahren nutzen sie mehrheitlich ein Tablet, mit neun eine Spielkonsole und mit elf Jahren verfügen die meisten über eine Smart Watch.

Soziale Medien spielen der Umfrage zufolge ebenfalls schon im frühen Alter eine Rolle. 92 Prozent der 13- bis 15-Jährigen sind dort aktiv, 55 Prozent mit einem eigenen Profil samt Klarnamen oder persönlichen Bildern. Dabei sprechen nur zwei von fünf Eltern (38 Prozent) regelmäßig mit ihren Kindern über Erlebnisse in sozialen Medien.

Die meisten Eltern setzten auf ein schrittweises Heranführen ihrer Kinder an soziale Medien. 77 Prozent erlauben ihren sechs- bis neunjährigen Kindern kein eigenes Nutzerkonto und auch keine Mitnutzung. Zwischen zehn und zwölf Jahren dürfen 38 Prozent der Kinder ein Profil mitnutzen. 37 Prozent dürfen wiederum bereits ein eigenes Profil einrichten - teils auch unter eigenem Namen.

Ab 13 Jahren haben dann 80 Prozent der Kinder ein eigenes Profil. Bei 25 Prozent muss es demnach anonymisiert sein, 55 Prozent dürfen aber bereits ein persönliches Profil anlegen. Mit 16 Jahren gibt es fast keine Einschränkungen mehr.

Trotz dieser Offenheit überwiegen bei Eltern Sorgen um Mobbing, unangemessene Inhalte und Radikalisierung. 80 Prozent der Eltern von Kindern mit Social-Media-Profil haben demnach Angst, ihr Kind könne in sozialen Medien gemobbt werden.

54 Prozent der Eltern berichten zudem von verstörenden Inhalten, die ihre Kinder gesehen hätten. 22 Prozent befürchten eine Radikalisierung ihres Kindes durch links- oder rechtsextreme Milieus.

Neben Risiken sehen Eltern aber auch Vorteile: 78 Prozent schätzen den Austausch ihrer Kinder mit Freunden, 56 Prozent das Teilen von Ideen und kreativen Inhalten, 54 Prozent die Vertiefung von Hobbys ihrer Kinder.

Auch Zugang zu politischen oder gesellschaftlichen Informationen (43 Prozent) und der Austausch über persönliche Anliegen mit Gleichgesinnten (29 Prozent) werden positiv bewertet.

Geht es um die Vermittlung von Digital- und Medienkompetenz, zeigt sich die Mehrheit der Eltern selbstbewusst. 74 Prozent fühlen sich in der digitalen Erziehung sicher, wie die Umfrage weiter zeigt.

Zugleich fällt es 41 Prozent der Eltern nach eigenen Angaben schwer, angesichts vieler neuer Geräte und Anwendungen mit der Entwicklung Schritt zu halten. Rund 48 Prozent der Eltern achten aber darauf, selbst ein gutes Vorbild bei der Smartphonenutzung zu sein. Befragt wurden mehr als 1000 Eltern mit Kindern im Alter zwischen sechs und 18 Jahren.

O.Merendino--PV

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