Pallade Veneta - Bericht: Gaspreise auf tiefsten Stand des Jahres - Vertragswechsel lohnt sich oft

Bericht: Gaspreise auf tiefsten Stand des Jahres - Vertragswechsel lohnt sich oft


Bericht: Gaspreise auf tiefsten Stand des Jahres - Vertragswechsel lohnt sich oft
Bericht: Gaspreise auf tiefsten Stand des Jahres - Vertragswechsel lohnt sich oft / Foto: Charly TRIBALLEAU - AFP/Archiv

Gaskunden in Deutschland zahlen aktuell beim Neuabschluss eines Vertrags deutlich weniger als noch Anfang des Jahres. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Analyse des Vergleichsportals Verivox. Demnach haben die Großhandelspreise für Gas im August mit durchschnittlich rund 3,3 Cent pro Kilowattstunde den niedrigsten Monatswert in diesem Jahr erreicht.

Textgröße ändern:

"Wettbewerbsorientierte Gasversorger geben diesen Preisnachlass weiter und versuchen so, Neukunden zu gewinnen", sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck den Funke-Zeitungen.

Im Frühjahr 2025 hatte der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde der günstigsten Gasangebote für Neukunden demnach noch bei rund zehn Cent (brutto inklusive Grundpreis) gelegen. Im Verlauf des Sommers sank er auf etwa neun Cent pro Kilowattstunde.

Für Verbraucher können die gesunkenen Gaspreise laut Verivox deutliche Einsparungen zur Folge haben. Bei einem Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh lägen die jährlichen Heizkosten bei einem Kilowattstundenpreis von neun Cent bei 1800 Euro, erläuterte das Vergleichsportal.

Wer sich hingegen noch nie um einen günstigeren Gastarif gekümmert habe und zu den Bedingungen der örtlichen Grundversorgung beliefert werde, zahle rund 14 Cent pro Kilowattstunde. Dies bedeute jährliche Heizkosten von rund 2800 Euro und damit 1000 Euro mehr pro Jahr.

"Besonders Gaskunden, die noch zu Preisen aus den Zeiten der Energiekrise 2022 und 2023 beliefert werden, sollten einen kritischen Blick auf ihren aktuellen Gastarif werfen", empfahl Storck. Möglicherweise bezahlten sie "viel mehr als notwendig".

Grundsätzlich kann der Abschluss eines neuen Vertrags mit zwölfmonatigen Preisgarantie in diesem Herbst demnach auch vor möglicherweise erneut steigenden Gasnetzentgelten schützen. Die Gasnetzgebühren waren zwischen 2024 und 2025 im bundesweiten Schnitt um mehr als 20 Prozent angestiegen. Das führte vielerorts zu Preiserhöhungen.

"Wie sich die Gasnetzgebühren im kommenden Jahr entwickeln werden, ist noch ungewiss, da die Netzbetreiber die Gebühren für das kommende Jahr erst im Oktober veröffentlichen werden", erklärte Storck. "Wir gehen aber davon aus, dass sie dem langfristigen Trend folgen und auch im nächsten Jahr erneut höher ausfallen werden."

O.Merendino--PV

Empfohlen

Mehr Schutz für Mieterinnen und Mieter: Justizministerin plant Mietrechtsreform

Angesichts von Wohnungsnot und steigenden Mietpreisen will das SPD-geführte Bundesjustizministerium den Schutz von Mieterinnen und Mietern verbessern. Ressortchefin Stefanie Hubig (SPD) stellte am Sonntag einen Gesetzentwurf zur Reform des Mietrechts vor, der ein Bündel neuer Maßnahmen zum Mieterschutz enthält - so etwa strengere Regelungen für die Vermietung möblierter Wohnungen und Kurzzeitmietverträgen sowie eine Begrenzung von Indexmieten.

Energiekrise in Kuba: Regierung verkündet Vier-Tage-Woche und weitere Notfallmaßnahmen

Wegen der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise in Kuba hat die Regierung in Havanna drastische Notfallmaßnahmen angekündigt. Wie Vizeregierungschef Oscar Pérez-Oliva Fraga am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen sagte, wird in staatlichen Unternehmen die Vier-Tage-Woche eingeführt. Zudem würden der Benzinverkauf und der Bus- und Zugverkehr eingeschränkt. Durch die ab Montag geltenden Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Studie: Krisen seit 2020 kosten Deutschland fast eine Billion Euro

Die Krisen der vergangenen Jahre haben Deutschland einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren fast eine Billion Euro gekostet - also knapp tausend Milliarden Euro. Für eine am Samstag veröffentlichte Untersuchung berechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) den Ausfall an Wirtschaftsleistungen seit 2020, der durch das Zusammenspiel von mehreren krisenhaften Entwicklungen entstanden ist: die Corona-Pandemie, den russischen Angriff auf die Ukraine und die konfrontative Politik der USA unter Präsident Donald Trump.

Trump hebt Strafzölle gegen Indien auf - Modi lobt Einigung

Wenige Tage nach dem Abschluss eines Handelsabkommens mit Indien hat US-Präsident Donald Trump die von ihm verhängten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen das Land wieder aufgehoben. In dem am Freitag (Ortszeit) von Trump unterzeichneten Dekret heißt es, Indien habe "sich verpflichtet, den direkten oder indirekten Import von Öl aus Russland einzustellen". Indiens Premierminister Narendra Modi pries die Einigung am Samstag als "großartige Neuigkeit".

Textgröße ändern: