Pallade Veneta - Rocher verkauft Kinderbekleidungskette Petit Bateau an US-Investor Regent

Rocher verkauft Kinderbekleidungskette Petit Bateau an US-Investor Regent


Rocher verkauft Kinderbekleidungskette Petit Bateau an US-Investor Regent
Rocher verkauft Kinderbekleidungskette Petit Bateau an US-Investor Regent / Foto: Bertrand GUAY - AFP/Archiv

Die französische Gruppe Rocher - ehemals Yves Rocher - verkauft die Kette Petit Bateau, bekannt für ihre Baby- und Kindermode. Käufer ist die US-Investmentgesellschaft Regent, Spezialist bei der "Wiederbelebung von Traditionshäusern", teilte Rocher am Donnerstag mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Textgröße ändern:

Rocher ist seit 1988 im Besitz von Petit Bateau; die in der Bretagne gegründete Gruppe will sich auf ihr Kerngeschäft, die Kosmetik, konzentrieren. Sie hatte schon im Januar angekündigt, nach einem Käufer für Petit Bateau zu suchen. Die Wahl sei nun auf Regent gefallen, um Petit Bateau "die besten Bedingungen für eine langfristige Entwicklung zu bieten", erklärte Rocher-Chef Jean-David Schwartz.

Regent-Chef Michael Reinstein erklärte, Petit Bateau mit seiner über 130-jährigen Geschichte sei eine "französische Institution"; Regent werde die handwerklichen Traditionen und den "französischen Esprit" ehren.

Die Kette hat nach eigenen Angaben 760 Filialen, 500 davon außerhalb Frankreichs, sowie 370 Verkaufsstellen, 200 davon im Ausland. Sie produziert demnach jährlich 28 Millionen Teile. 55 Prozent ihres Umsatzes macht sie in Frankreich, 25 Prozent in Europa außerhalb Frankreichs und zehn Prozent in Japan. Petit Bateau mit Sitz in Troyes nordöstlich von Paris beschäftigt 2400 Menschen, davon 1400 in Frankreich.

Regent war 2019 gegründet worden, zu den Firmen im Portfolio gehören etwa die Schweizer Luxusmodenmarke Bally, die französische Unterwäschemarke DIM oder die US-Unterwäschemarke Playtex - aber auch das US-Online-Fachnachrichtenportal Techcrunch oder der Autozulieferer Lydech, der im südwestfälischen Meinerzhagen ein Werk hat.

D.Bruno--PV

Empfohlen

EU-Handelskommissar Sefcovic trifft chinesischen Handelsminister Wang

EU-Handelskommissar Maros Sefcovic trifft am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Peking den chinesischen Handelsminister Wang Wentao. Am Freitag folgen weitere Gespräche, anschließend ist ein Auftritt vor Journalisten geplant. Die Beziehungen sind angespannt, beide Seiten wollen einen Handelsstreit aber vermeiden.

Finanzminister der Eurogruppe treffen sich zu Beratungen in Luxemburg

Die Finanzministerinnen und Finanzminister der Euro-Länder treffen sich am Donnerstag zu Beratungen in Luxemburg (15.00 Uhr). Ein Thema werden die Entwicklungen auf dem Energiemarkt und deren Einfluss auf die europäische Wirtschaft sein. Am Abend kommen die Finanzminister aller 27 Mitgliedstaaten zusammen, um über einen Gesetzesvorschlag zur Fortentwicklung der Kapitalmarktunion zu beraten.

Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor seinem Abflug zu einem Staatsbesuch in Frankreich auf die "schwierigen Zeiten" verwiesen, in denen sich Europa befinde. "Die internationale Entwicklung macht uns Sorge", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin. Nicht nur sei der Krieg nach Europa zurückgekehrt, auch seien die internationalen Handelsbeziehungen gestört und die Gesellschaften polarisiert. Dies betreffe Frankreich genauso wie Deutschland.

Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert

Ungeachtet höherer Zölle und geopolitischer Konflikte ist der Welthandel einer Auswertung zufolge zuletzt gewachsen und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter zulegen. Starken Schwung verleihe dem internationalen Handel das "globale Rennen um den Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz", teilten der Logistikriese DHL und die New Yorker Stern School of Business am Mittwoch mit. Die Globalisierung erreichte demnach bereits im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert.

Textgröße ändern: