Pallade Veneta - EU geht gegen Lebensmittelverschwendung und "Fast Fashion" vor

EU geht gegen Lebensmittelverschwendung und "Fast Fashion" vor


EU geht gegen Lebensmittelverschwendung und "Fast Fashion" vor
EU geht gegen Lebensmittelverschwendung und "Fast Fashion" vor / Foto: Eric PIERMONT - AFP/Archiv

Das EU-Parlament hat grünes Licht für ein Gesetz zur Reduzierung von Lebensmittel- und Textilabfällen gegeben. Die Abgeordneten stimmten am Dienstag in Straßburg für die überarbeitete Gesetzgebung, die den EU-Ländern verbindliche Ziele bei der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung auferlegt. Textilhersteller werden für das Sammeln, Sortieren und Recycling in die Pflicht genommen.

Textgröße ändern:

Brüssel geht davon aus, dass die 27 Mitgliedstaaten jährlich 130 Kilogramm Lebensmittelabfälle und 15 Kilogramm Textilabfälle pro Person produzieren. Mit den neuen Maßnahmen sollen Wasser, Düngemittel und Energie für die Herstellung von Lebensmitteln gespart werden, die später ohnehin im Abfall landen. Die gleiche Logik gilt für Textilien. Demnach verbraucht die Herstellung eines einzelnen Baumwollhemds 2700 Liter Wasser.

Es liegt nun in der Verantwortung der EU-Länder, den Lebensmittelabfall in Restaurants, von Händlern und Privathaushalten bis 2030 um 30 Prozent zu verringern. Der Abfall bei der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung soll um zehn Prozent reduziert werden. Kritik an dem Gesetz kam unter anderem aus der Gastronomie.

Die neuen Textilregeln umfassen neben Kleidung viele weitere Produkte, von Teppichen bis zu Matratzen. Nach Angaben der EU werden derzeit weniger als ein Prozent aller Textilien weltweit recycelt. Das Parlament hofft, dass die Maßnahmen den Auswirkungen billiger Textilimporte, insbesondere aus China, entgegenwirken können.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Energiekrise in Kuba: Regierung verkündet Vier-Tage-Woche und weitere Notfallmaßnahmen

Wegen der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise in Kuba hat die Regierung in Havanna drastische Notfallmaßnahmen angekündigt. Wie Vizeregierungschef Oscar Pérez-Oliva Fraga am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen sagte, wird in staatlichen Unternehmen die Vier-Tage-Woche eingeführt. Zudem würden der Benzinverkauf und der Bus- und Zugverkehr eingeschränkt. Durch die ab Montag geltenden Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Studie: Krisen seit 2020 kosten Deutschland fast eine Billion Euro

Die Krisen der vergangenen Jahre haben Deutschland einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren fast eine Billion Euro gekostet - also knapp tausend Milliarden Euro. Für eine am Samstag veröffentlichte Untersuchung berechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) den Ausfall an Wirtschaftsleistungen seit 2020, der durch das Zusammenspiel von mehreren krisenhaften Entwicklungen entstanden ist: die Corona-Pandemie, den russischen Angriff auf die Ukraine und die konfrontative Politik der USA unter Präsident Donald Trump.

Trump hebt Strafzölle gegen Indien auf - Modi lobt Einigung

Wenige Tage nach dem Abschluss eines Handelsabkommens mit Indien hat US-Präsident Donald Trump die von ihm verhängten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen das Land wieder aufgehoben. In dem am Freitag (Ortszeit) von Trump unterzeichneten Dekret heißt es, Indien habe "sich verpflichtet, den direkten oder indirekten Import von Öl aus Russland einzustellen". Indiens Premierminister Narendra Modi pries die Einigung am Samstag als "großartige Neuigkeit".

Energiekrise auf Kuba: Regierung verkündet Vier-Tage-Woche und weitere Sparmaßnahmen

In Reaktion auf die durch US-Sanktionen verschärfte Energiekrise auf Kuba hat die Regierung in Havanna Notfallmaßnahmen angekündigt, darunter die Einführung einer Vier-Tage-Woche. Zu den Sparmaßnahmen zähle eine auf vier Tage verkürzte Arbeitswoche in staatlichen Unternehmen, Beschränkungen für den Kraftstoffverkauf und reduzierte Bus- und Zugverbindungen, erklärte Vizeregierungschef Oscar Pérez-Oliva Fraga am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen. Durch die Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Textgröße ändern: