Pallade Veneta - Dänischer Ozempic-Hersteller Novo Nordisk kündigt Streichung von 9000 Stellen an

Dänischer Ozempic-Hersteller Novo Nordisk kündigt Streichung von 9000 Stellen an


Dänischer Ozempic-Hersteller Novo Nordisk kündigt Streichung von 9000 Stellen an
Dänischer Ozempic-Hersteller Novo Nordisk kündigt Streichung von 9000 Stellen an / Foto: Liselotte Sabroe - Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk, Hersteller der Abnehmspritzen Ozempic und Wegovy, hat die Streichung von 9000 Stellen weltweit angekündigt, das sind elf Prozent der Beschäftigten. Mehr als die Hälfte der Jobs sollen in Dänemark wegfallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. So sollen bis Ende 2026 jährlich rund acht Milliarden Kronen (1,07 Milliarden Euro) eingespart werden. Zum dritten Mal in diesem Jahr senkte Novo Nordisk zudem seine Prognose für das laufende Jahr.

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Novo Nordisk war mit den Abnehmspritzen zeitweise zum wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen. Seit 2020 hatte Novo Nordisk laufend neue Leute eingestellt, die Zahl der Beschäftigten wuchs von 43.700 auf 78.400. Seit Mitte 2024 ist der Aktienkurs allerdings um mehr als die Hälfte eingebrochen. US-Wettbewerber Eli Lilly steht vor dem Marktstart einer Abnehmpille, die günstiger sein soll und deutlich einfacher anzuwenden ist als Spritzen; in den USA verkaufen Apotheken zudem günstigere Nachahmerprodukte.

"Unsere Märkte entwickeln sich weiter", daher müsse sich auch das Unternehmen weiter entwickeln, erklärte der neue Chef Mike Doustdar am Mittwoch. Das bedeute, eine "leistungsorientiertere Kultur einzuführen, unsere Ressourcen immer effizienter einzusetzen und die Investitionen dort zu priorisieren, wo sie die größte Wirkung haben".

Novo Nordisk rechnet aktuell nur noch mit einer Gewinnmarge von vier bis zehn Prozent. In seiner letzten Prognose Ende Juli war er noch von einer Marge von zehn bis 16 Prozent ausgegangen. Die Marge gibt an, wie viel Prozent vom Umsatz als Gewinn bleiben.

Das Unternehmen hatte Mitte Mai angekündigt, sich von seinem langjährigen Chef Lars Fruergaard Jörgensen zu trennen. Doustdar führt die Geschäfte seit Anfang August. Er war davor zuständig für das internationale Geschäft.

ilo/ha

hat seine Umsatz- und Gewinnprognose für dieses Jahr erneut gesenkt. Grund sei ein geringeres Wachstum als erwartet auf dem US-Markt, teilte Novo Nordisk am Dienstag mit. Der Konzern stellte zudem einen neuen Chef vor.

Novo Nordisk rechnet aktuell mit einem Umsatzwachstum um acht bis 14 Prozent - statt 13 bis 21 Prozent. Die Gewinnmarge werde um zehn bis 16 Prozent zulegen, nicht um 16 bis 24 Prozent. Es ist das zweite Mal in diesem Jahr nach Anfang Mai, dass der Konzern seine Prognose senkt.

Der Aktienkurs sank bis Mittag um mehr als 20 Prozent. Der Wert der Aktie geht seit Mitte 2024 zurück. Mitte Mai trennte sich der Konzern von seinem Chef Lars Fruergaard Jörgensen, unter dessen Führung Novo Nordisk zum zeitweise wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen war.

Sein Nachfolger wird ab 7. August Maziar Mike Doustdar. Er ist derzeit zuständig für das internationale Geschäft bei Novo Nordisk.

I.Saccomanno--PV

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