Pallade Veneta - Parlament stimmt in Spanien gegen Verkürzung der Wochenarbeitszeit

Parlament stimmt in Spanien gegen Verkürzung der Wochenarbeitszeit


Parlament stimmt in Spanien gegen Verkürzung der Wochenarbeitszeit
Parlament stimmt in Spanien gegen Verkürzung der Wochenarbeitszeit / Foto: OSCAR DEL POZO - AFP

Das Parlament in Spanien hat einen Vorstoß der Regierung zur Verkürzung der Wochenarbeitszeit scheitern lassen. Die Abgeordneten stimmten am Mittwochabend mehrheitlich gegen einen Gesetzentwurf, mit dem die wöchentliche Regelarbeitszeit von 40 auf 37,5 Stunden gesenkt worden wäre. Dies war eines der wichtigsten Wahlversprechen der aus Linken und Sozialisten bestehenden Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, für den die Abstimmungsniederlage ein harter Schlag ist.

Textgröße ändern:

Für die Verkürzung der Arbeitszeit stimmten 170 Abgeordnete, dagegen aber 178. Entscheidend war dabei die Ablehnung des Gesetzentwurfs durch die katalanischen Nationalisten. Auf ihre Zustimmung wäre die linksgerichtete Regierungskoalition angewiesen gewesen, weil sie im Parlament selbst keine Mehrheit hat.

Die von der Regierung geplante kürzere Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich hätte fast zwölf Millionen Beschäftigte im Privatsektor betreffen, hauptsächlich im Handel, in der Gastronomie und in der Landwirtschaft. Im öffentlichen Dienst und in Großunternehmen gilt bereits jetzt die 37,5-Stunden-Woche.

Der Gesetzentwurf war von der Regierung in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften ausgearbeitet worden, die unmittelbar vor der entscheidenden Abstimmung eine Demonstration für kürzere Arbeitszeiten vor dem Parlament organisierten. Die Arbeitgeber waren strikt dagegen, sie hatten den Verhandlungstisch aus Protest gegen die Regierungspläne verlassen.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

EU-Handelskommissar Sefcovic trifft chinesischen Handelsminister Wang

EU-Handelskommissar Maros Sefcovic trifft am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Peking den chinesischen Handelsminister Wang Wentao. Am Freitag folgen weitere Gespräche, anschließend ist ein Auftritt vor Journalisten geplant. Die Beziehungen sind angespannt, beide Seiten wollen einen Handelsstreit aber vermeiden.

Finanzminister der Eurogruppe treffen sich zu Beratungen in Luxemburg

Die Finanzministerinnen und Finanzminister der Euro-Länder treffen sich am Donnerstag zu Beratungen in Luxemburg (15.00 Uhr). Ein Thema werden die Entwicklungen auf dem Energiemarkt und deren Einfluss auf die europäische Wirtschaft sein. Am Abend kommen die Finanzminister aller 27 Mitgliedstaaten zusammen, um über einen Gesetzesvorschlag zur Fortentwicklung der Kapitalmarktunion zu beraten.

Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor seinem Abflug zu einem Staatsbesuch in Frankreich auf die "schwierigen Zeiten" verwiesen, in denen sich Europa befinde. "Die internationale Entwicklung macht uns Sorge", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin. Nicht nur sei der Krieg nach Europa zurückgekehrt, auch seien die internationalen Handelsbeziehungen gestört und die Gesellschaften polarisiert. Dies betreffe Frankreich genauso wie Deutschland.

Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert

Ungeachtet höherer Zölle und geopolitischer Konflikte ist der Welthandel einer Auswertung zufolge zuletzt gewachsen und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter zulegen. Starken Schwung verleihe dem internationalen Handel das "globale Rennen um den Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz", teilten der Logistikriese DHL und die New Yorker Stern School of Business am Mittwoch mit. Die Globalisierung erreichte demnach bereits im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert.

Textgröße ändern: