Pallade Veneta - Microsoft reagiert auf kartellrechtliche Bedenken der EU - vermeidet Geldstrafe

Microsoft reagiert auf kartellrechtliche Bedenken der EU - vermeidet Geldstrafe


Microsoft reagiert auf kartellrechtliche Bedenken der EU -  vermeidet Geldstrafe
Microsoft reagiert auf kartellrechtliche Bedenken der EU - vermeidet Geldstrafe / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Der US-Technologieriese Microsoft hat Zugeständnisse bei der Trennung seiner Kommunikationsanwendung Teams und seinen Textverarbeitungsprodukten gemacht und damit eine Geldstrafe der EU-Kommission vermieden. Die Entscheidung öffne "den Wettbewerb in diesem wichtigen Markt", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera am Freitag. Unternehmen könnten sich nun frei für die Kommunikationsprodukte entscheiden, die am besten ihrem Bedarf entsprechen.

Textgröße ändern:

Brüssel hatte 2023 Ermittlungen gegen Microsoft eingeleitet, nachdem der Wettbewerber Slack Beschwerde eingereicht hatte. Die Wettbewerbshüter warfen Microsoft vor, seiner eigenen Software Teams einen unfairen Vorteil zu verschaffen, weil sie in die Büropakete Office 365 und Microsoft 365 eingebunden war. Der Konzern sagte seitdem bereits Änderungen zu, die der Kommission aber nicht weit genug gingen.

Im Mai dieses Jahres legte Microsoft dann noch einmal nach und sagte zu, seine Office-Programme künftig auch ohne Teams und zu einem geringeren Preis anzubieten. Nutzerinnen und Nutzer sollen zudem ohne Hindernisse zu einer solch günstigeren Version wechseln können. Außerdem sagte Microsoft zu, der Konkurrenz Daten zur Verfügung zu stellen. Konkurrierende Entwickler könnten dann einfacher Links zu Microsoft Word, Excel oder Powerpoint einbauen und ihre Programme mit den Office-Paketen kompatibel machen.

Nach Angaben der EU-Kommission sind diese Zusagen für die nächsten mindestens sieben Jahre rechtlich bindend. Sollte Microsoft sich nicht daran halten, droht dem Konzern eine Geldstrafe in Höhe von bis zu zehn Prozent seines weltweiten jährlichen Umsatzes.

L.Barone--PV

Empfohlen

Rentenkommission empfiehlt grundlegende Änderungen - und erntet viel Kritik

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission empfiehlt grundlegende Änderungen im System der Alterssicherung - und stößt damit auf Widerstand. Das Rentenalter soll in den kommenden Jahrzehnten langsam steigen, die abschlagfreie Frühverrentung nach 45 Beitrittsjahren soll abgeschafft werden, zudem soll eine verpflichtende Kapitalrente eingeführt werden: Dies geht aus einem Entwurf der Empfehlungen hervor, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag. Die Vorschläge riefen Kritik hervor - bei der Opposition ebenso wie bei Gewerkschaften und Ökonomen.

Rentenkommission empfiehlt weit reichende Änderungen - und erntet viel Kritik

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission empfiehlt weit reichende Änderungen bei der Alterssicherung - und stößt damit auf geballte Kritik. Das Rentenalter soll in den kommenden Jahrzehnten langsam steigen, die abschlagfreie Frühverrentung nach 45 Beitrittsjahren soll abgeschafft werden, zudem soll eine verpflichtende Kapitalrente eingeführt werden: Dies geht aus einem Entwurf der Empfehlungen hervor, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag. Die Vorschläge stießen auf Widerspruch - bei der Opposition ebenso wie bei Gewerkschaften und Ökonomen.

Grüne reagieren mit Lob und Kritik auf Empfehlungen der Rentenkommission

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat Kritik an den Empfehlungen der Rentenkommission geübt - sie sieht aber auch positive Seiten. Für einen "Fehler" hielte sie es, "das Rentenniveau nicht bei 48 Prozent zu stabilisieren", sagte Haßelmann am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. In Ostdeutschland etwa seien mehr als 70 Prozent der Menschen auf die Gesetzliche Rentenversicherung angewiesen, sagte sie. "Sie alle haben dann keine Sicherheit", falls die Kommissionsempfehlungen umgesetzt würden.

Bahnkonzern Italo erwartet sinkende Preise bei Einstieg in deutschen Markt

Der italienische Fernzugbetreiber Italo erwartet sinkende Preise für Bahnfahrten, wenn er in den deutschen Markt einsteigt. Er rechne mit einem Rückgang des Preisniveaus im Fernverkehr um 40 Prozent, sagte Italo-Vorstandschef Gianbattista La Rocca der "Bild am Sonntag". Das Unternehmen habe das Ziel, mit seinen Preisen um ein Fünftel günstiger als die Deutsche Bahn zu sein.

Textgröße ändern: