Pallade Veneta - Verbraucherzentrale verklagt Baumarktkette wegen potentiell invasiver Pflanzen

Verbraucherzentrale verklagt Baumarktkette wegen potentiell invasiver Pflanzen


Verbraucherzentrale verklagt Baumarktkette wegen potentiell invasiver Pflanzen
Verbraucherzentrale verklagt Baumarktkette wegen potentiell invasiver Pflanzen / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Die Verbraucherzentrale Sachsen klagt gegen die Baumarktkette Hornbach wegen irreführender Werbung beim Verkauf potenziell invasiver Pflanzen. Das Unternehmen habe online unter anderem Forsythien - auch Goldglöckchen genannt - und Apfelrosen als Naturschutz- und Vogelschutzhecken verkauft und die Pflanzen als heimisch und ideal für Insekten und Vögel beworben, erklärten die Verbraucherexperten am Montag in Leipzig. Tatsächlich seien drei der angebotenen Pflanzenarten "potenziell invasiv und können die Biodiversität bedrohen".

Textgröße ändern:

Die Verbraucherzentrale klagt gegen den Baumarktriesen daher wegen irreführender Werbung. Es habe keine Transparenz für eine fundierte Kaufentscheidung der Kunden und Kundinnen gegeben. "Das war aus unserer Sicht Greenwashing", erklärte Beate Saupe, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. "Würden die Pflanzen als Ziergewächse verkauft werden, hätten wir kein Problem."

Die aus Ostasien stammende Apfelrose, auch als Hagebutte, Kartoffelrose oder Rosa Rugosa bekannt, verbreitet sich den Verbraucherexperten zufolge schnell, verdrängt heimische Pflanzenarten und trägt so zum Verlust von Biodiversität bei. Auch das Goldglöckchen wird demnach zwar gerne von Insekten angeflogen, liefert tatsächlich aber weder Nektar noch Früchte.

Da die Baumarktkette sich nach Angaben der Verbraucherzentrale weigerte, eine Unterlassungserklärung abzugeben, leitet sie nun ein Klageverfahren ein.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Frankreichs Senat stimmt über Social-Media-Verbot für Jugendliche ab

Frankreich könnte als erstes EU-Land ein Gesetz verabschieden, das den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Social-Media-Angeboten einschränkt. Der Senat stimmt am Dienstagabend über einen Gesetzesvorschlag ab, der ein Mindestalter von 15 Jahren für die Nutzung bestimmter Onlinedienste festschreibt. Ziel ist es, die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu schützen. In seiner jüngsten Fassung sieht der Entwurf vor, dass eine Liste von betroffenen Onlinediensten per Dekret festgelegt werden soll. Möglicherweise ändern die Senatorinnen und Senatoren den Text noch ab.

EU-Energieminister beraten in Videokonferenz über Energiepreise

Die EU-Energieminister diskutieren am Dienstag über die steigenden Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Bei einer informellen Videokonferenz werden die Ministerinnen und Minister "über ein koordiniertes Vorgehen der EU hinsichtlich der Energiesituation" beraten, wie es von Seiten des Rats der EU-Länder hieß. Im Anschluss soll es eine Pressekonferenz geben (17.00 Uhr).

Ärztevertreter und Branchenverbände kritisieren Empfehlungen zur Kassen-Reform

Die Vorschläge der Kommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung sind bei den betroffenen Branchen auf scharfe Ablehnung gestoßen. Ärzteverbände, Pharmaindustrie, Apothekenvertreter und die Zuckerwirtschaft kritisierten am Montag die Empfehlungen, deren Umsetzung ihnen voraussichtlich finanzielle Einbußen bescheren würden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) etwa warnte vor einem "Wegfall von Millionen Arztterminen", sollte die von der Kommission vorgeschlagene Begrenzung der Ärzte-Vergütungen tatsächlich kommen.

Milliarden-Einschnitte im Gesundheitswesen: Kommission stellt Empfehlungen vor

Höhere Zuzahlungen für Medikamente, ein Ende der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner, Steueraufschläge auf Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Getränke: Eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission hat am Montag in Berlin ihre Reformvorschläge für die gesetzlichen Krankenversicherung vorgestellt. Ziel ist eine Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge, die von den Versicherten und Arbeitgebern gezahlt werden müssen. Die Fachleute präsentierten 66 konkrete Empfehlungen, deren Umsetzung die Gesundheitskosten allein im kommenden Jahr um 42 Milliarden Euro sinken lassen könnten - eine Summe, die deutlich über dem erwarteten Fehlbetrag liegt.

Textgröße ändern: