Pallade Veneta - Viele Verbraucher müssen 2025 mit höheren Heizkosten rechnen

Viele Verbraucher müssen 2025 mit höheren Heizkosten rechnen


Viele Verbraucher müssen 2025 mit höheren Heizkosten rechnen
Viele Verbraucher müssen 2025 mit höheren Heizkosten rechnen / Foto: Christof STACHE - AFP

Beim Heizen müssen sich viele Bundesbürgerinnen und Bundesbürger in diesem Jahr wieder auf höhere Kosten einstellen. Besonders betroffen seien Haushalte mit Gasheizung, erklärte die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online am Dienstag zur Vorstellung ihres Heizspiegels 2025. Zugleich hätten neun von zehn Haushalte noch "Sparpotenzial" - im Schnitt rund 400 Euro pro Jahr.

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Für die Untersuchung wertete die Beratungsgesellschaft rund 90.000 Gebäudedaten aus. Während sich im Jahr 2024 in vielen Haushalten noch ein rückläufiger Trend bei den Heizkosten gezeigt hatte, geht die Entwicklung demnach nun wieder in die andere Richtung: 2025 sei das Heizen mit Gas (plus 15 Prozent) und Holzpellets (plus 20 Prozent) "deutlich teurer", erklärte co2online und verwies auf höhere Energiepreise und den kalten Winter zu Jahresbeginn als Hauptursachen. Die Kosten bei Wärmepumpen (plus fünf Prozent), Heizöl (plus drei Prozent) und Fernwärme (plus zwei Prozent) stiegen indes "nur moderat".

Dabei gebe es für viele Menschen die Möglichkeit zu Einsparungen, führte co2online weiter aus. 90 Prozent der Haushalte könnten ihre Kosten im Schnitt um etwa 400 Euro pro Jahr senken, was bundesweit geschätzte 22 Milliarden Euro an Einsparungen pro Jahr ergebe. Bereits einfaches Sparpotenzial bleibe in vielen Haushalten ungenutzt - so ließen sich allein durch die richtige Einstellung der Raumtemperatur und der Heizkurve sowie das korrekte Stoßlüften bei heruntergedrehter Heizung und einen reduzierten Warmwasserverbrauch kurzfristig bis zu zehn Prozent Energie sparen.

Mittelfristig gesehen seien technische Maßnahmen effektiver: "Der hydraulische Abgleich, der Austausch der Pumpe oder die Dämmung von Heizungsrohren sind kostengünstige Maßnahmen mit spürbarem Nutzen", erläuterte co2online. Die höchsten Einsparungen lassen sich demnach allerdings nur "durch umfangreichere Investitionen" erzielen, etwa durch den Austausch von Fenstern, die Dämmung der Gebäudehülle - oder den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.

Einen deutlichen Vorteil sieht die Beratungsgesellschaft hier bei Wärmepumpen: Während die Heizkosten für Gas und Öl laut Prognosen auf Basis des Heizspiegels und Berechnungen des Ariadne-Forschungsprojekts in den kommenden 20 Jahren unter anderem wegen des steigenden CO2-Preises "etwa dreimal so hoch" wie heute ausfallen könnten, sei das Heizen mit Wärmepumpen schon seit 2022 günstiger als mit Erdgas und Heizöl.

Fossile Heizungen drohten zur "Kostenfalle" zu werden, erklärte co2online. Bei der angenommenen Verteuerung würden sich demnach in einer Beispielrechnung für ein unsaniertes Einfamilienhaus mit Gasheizung über einen Zeitraum von 20 Jahren Heizkosten in Höhe von rund 120.000 Euro ergeben. Durch eine energetische Modernisierung und den Wechsel zu einer Wärmepumpe ließen sich die Kosten im gleichen Zeitraum hingegen auf etwa 16.000 Euro senken.

B.Fortunato--PV

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