Pallade Veneta - Stromnetze: Investoren steigen mit Milliarden bei Tennet Deutschland ein

Stromnetze: Investoren steigen mit Milliarden bei Tennet Deutschland ein


Stromnetze: Investoren steigen mit Milliarden bei Tennet Deutschland ein
Stromnetze: Investoren steigen mit Milliarden bei Tennet Deutschland ein / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Der niederländische Stromnetzbetreiber Tennet hat für seine deutsche Tochter den milliardenschweren Einstieg neuer Investoren verkündet, die den Netzausbau entscheidend voranbringen sollen. Für eine Beteiligung an Tennet Deutschland sei eine Vereinbarung mit dem niederländischen Rentenfonds APG, dem norwegischen Staatsfonds NBIM und dem Staatsfonds GIC aus Singapur erzielt worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit werde der Eigenkapitalbedarf für den Ausbau des Höchstspannungsnetzes von Tennet Deutschland für die kommenden Jahre gesichert.

Textgröße ändern:

"Wir freuen uns sehr, eine strukturelle Lösung für den Eigenkapitalbedarf von Tennet Germany gefunden zu haben, und ich sehe der Partnerschaft mit diesen hoch angesehenen Investoren erwartungsvoll entgegen", erklärte Tennet-Vorstandschefin Manon van Beek. Zudem hob der niederländische Konzern hervor, den Fokus weiterhin "auf die Sicherung einer zuverlässigen, nachhaltigen und bezahlbaren Stromversorgung" richten zu wollen.

Tennet gehört dem niederländischen Staat. Die deutsche Tochterfirma ist in Deutschland einer der vier großen Übertragungsnetzbetreiber. Vor dem Hintergrund nötiger Investitionen in die deutschen Netze hatte diese Konstellation in der Vergangenheit zu Komplikationen geführt. Die Regierung in Den Haag wollte die Tochter daher verkaufen. Eine Übernahme durch den deutschen Staat scheiterte jedoch im vergangenen Jahr, weil das Geld fehlte.

Die Investorenvereinbarung bringt Den Haag und Berlin auf der Suche nach einer langfristigen Lösung nun einen Schritt weiter. Sie sieht konkret vor, dass die Investoren 46 Prozent an Tennet Deutschland erhalten und die restlichen 54 Prozent vorerst beim Mutterkonzern bleiben. Die Investoren steuern nach Unternehmensangaben bis zu 9,5 Milliarden Euro bei. Ein Abschluss der Transaktion ist demnach "für die erste Jahreshälfte 2026" zu erwarten.

Zugleich wies Tennet darauf hin, dass der deutsche Staat Interesse an einer Minderheitsbeteiligung bekundet habe. Sowohl Tennet als auch der niederländische Staat hätten signalisiert, "dass sie dafür offen sind". Dementsprechend beabsichtige Tennet, mit der staatlichen Förderbank KfW "zu gegebener Zeit Gespräche über eine mögliche Investition der KfW in Tennet Germany neben Tennet und den institutionellen Investoren aufzunehmen".

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Energiekrise in Kuba: Regierung verkündet Vier-Tage-Woche und weitere Notfallmaßnahmen

Wegen der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise in Kuba hat die Regierung in Havanna drastische Notfallmaßnahmen angekündigt. Wie Vizeregierungschef Oscar Pérez-Oliva Fraga am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen sagte, wird in staatlichen Unternehmen die Vier-Tage-Woche eingeführt. Zudem würden der Benzinverkauf und der Bus- und Zugverkehr eingeschränkt. Durch die ab Montag geltenden Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Studie: Krisen seit 2020 kosten Deutschland fast eine Billion Euro

Die Krisen der vergangenen Jahre haben Deutschland einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren fast eine Billion Euro gekostet - also knapp tausend Milliarden Euro. Für eine am Samstag veröffentlichte Untersuchung berechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) den Ausfall an Wirtschaftsleistungen seit 2020, der durch das Zusammenspiel von mehreren krisenhaften Entwicklungen entstanden ist: die Corona-Pandemie, den russischen Angriff auf die Ukraine und die konfrontative Politik der USA unter Präsident Donald Trump.

Trump hebt Strafzölle gegen Indien auf - Modi lobt Einigung

Wenige Tage nach dem Abschluss eines Handelsabkommens mit Indien hat US-Präsident Donald Trump die von ihm verhängten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen das Land wieder aufgehoben. In dem am Freitag (Ortszeit) von Trump unterzeichneten Dekret heißt es, Indien habe "sich verpflichtet, den direkten oder indirekten Import von Öl aus Russland einzustellen". Indiens Premierminister Narendra Modi pries die Einigung am Samstag als "großartige Neuigkeit".

Energiekrise auf Kuba: Regierung verkündet Vier-Tage-Woche und weitere Sparmaßnahmen

In Reaktion auf die durch US-Sanktionen verschärfte Energiekrise auf Kuba hat die Regierung in Havanna Notfallmaßnahmen angekündigt, darunter die Einführung einer Vier-Tage-Woche. Zu den Sparmaßnahmen zähle eine auf vier Tage verkürzte Arbeitswoche in staatlichen Unternehmen, Beschränkungen für den Kraftstoffverkauf und reduzierte Bus- und Zugverbindungen, erklärte Vizeregierungschef Oscar Pérez-Oliva Fraga am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen. Durch die Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Textgröße ändern: