Pallade Veneta - USA: Mann tötet mindestens einen Menschen bei Angriff auf Mormonen-Kirche

USA: Mann tötet mindestens einen Menschen bei Angriff auf Mormonen-Kirche


USA: Mann tötet mindestens einen Menschen bei Angriff auf Mormonen-Kirche
USA: Mann tötet mindestens einen Menschen bei Angriff auf Mormonen-Kirche / Foto: Jeff Kowalsky - AFP

Im US-Bundesstaat Michigan hat ein Mann am Sonntag mutmaßlich auf Besucher eines Gottesdienstes in einer Mormonenkirche geschossen, das Gotteshaus angezündet und mindestens einen Menschen getötet. Die Polizei rechnete nach eigenen Angaben damit, in der ausgebrannten Kirche in der Ortschaft Grand Blanc nordwestlich von Detroit weitere Opfer zu finden. US-Präsident Donald Trump nannte den Angriff in seinem Onlinedienst Truth Social "fürchterlich" und schrieb, es handle sich "mutmaßlich um einen weiteren gezielten Angriff auf Christen in den USA".

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Insgesamt zehn Menschen wurden nach Polizeiangaben mit Schusswunden ins Krankenhaus eingeliefert, einer der Verletzten sei dann gestorben. Der mutmaßliche Täter wurde nach Angaben der Polizei nach dem Angriff von Sicherheitskräften getötet. Es handle sich um einen 40-Jährigen aus der nahegelegenen Ortschaft Burton.

Der örtliche Polizeichef William Renye sagte Reportern, dass der Verdächtige gegen 10.25 Uhr Ortszeit (16.55 Uhr MESZ) mit seinem Fahrzeug durch die Eingangstüren der Kirche gefahren sei und dann mit einem Sturmgewehr auf die Menschen im Inneren geschossen habe.

Es habe gerade ein Gottesdienst stattgefunden, "Hunderte von Menschen" seien in der Kirche gewesen. Nach Polizeiangaben zündete der Täter dann die Kirche an - und wurde im Anschluss von Polizisten erschossen.

Angaben zu einem möglichen Tatmotiv machte die Polizei zunächst nicht. Auf Bildern vom Ort des Geschehens waren Rettungskräfte zu sehen, die Menschen auf Tragen transportierten, sowie eine große dunkle Rauchwolke über der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Grand Blanc.

Eine Anwohnerin schilderte der Nachrichtenagentur AFP das Geschehen vor Ort. "Mein Mann hörte Leute schreien (...) Ich hörte Schüsse. Wir gingen alle nach Hause und warteten. Dann kamen die Krankenwagen (...) und man sagte uns, dass der Schütze neutralisiert worden sei (...) und jetzt hat sich der Rauch überall ausgebreitet", sagte Dobbie Horkey, die weniger als 200 Meter von der Kirche entfernt wohnt.

FBI-Chef Kash Patel erklärte im Onlinedienst X, Beamte der Bundespolizei seien bereits vor Ort. Er schrieb von einem "feigen Verbrechen". Justizministerin Pam Bondi wurde nach eigenen Angaben über den Vorfall informiert. Vizepräsident JD Vance schrieb von einem "fürchterlichen Vorfall" und rief zu Gebeten für die Opfer und die Ersthelfer auf.

Trump schrieb auf Truth Social weiter: "Diese Epidemie der Gewalt muss sofort aufhören!" Justizministerin Bondi schrieb von "erschütternder und beängstigender Gewalt".

Am 10. September war im Bundesstaat Utah der einflussreiche rechte Aktivist Charlie Kirk ermordet worden, der sich für die Verbreitung von Patriotismus, traditioneller Familienwerte und des christlichen Glaubens unter jungen Menschen einsetzte. Trumps Umfeld warf der politischen Linken in den USA nach dem Attentat vor, für ein Klima der Gewalt und "inländischen Terrorismus" verantwortlich zu sein.

Ende August hatte in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota ein Mann während eines Gottesdienstes zum Schulanfang in eine katholische Kirche gefeuert und zwei Kinder getötet. FBI-Chef Patel sprach von Ermittlungen wegen eines möglichen "Hassverbrechens gegen Katholiken". Ermittler nannten als mögliches Motiv, der Mann sei "besessen" von der Vorstellung gewesen, Kinder zu töten.

F.Abruzzese--PV

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